Mors Discordiae per Ira
Taucht ein in die Welt einer großen Insel, die noch nie vorhergesehene Bedrohungen erlebt. Steig ein, als ein Held oder vielleicht doch nur als normaler Mensch um den Verlauf der Geschichte noch einmal zu ändern.

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 Epilog - Radiant Garden

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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 6:33 am

Ayleen legte die Hände in die Hüfte.
"Hey ich bin nicht klein! Du bist einfach nur groß."
Dann lachte sie etwas.
"Du bist also Lea? Ich heiße Ayleen. Schön dich zu treffen."

Dann sah sie zu Isa rüber, jedoch dann fiel ihr Blick wo anders hin. Sie sah den Hund, der bei dem Mann stand.
"Oh mein Gott wie süß~!"
Arlene verdrehte nur die Augen.
"Oh man."


Lauriam schauderte es kurz.
"Die Visage von Sephiroth würde ich ungerne wieder sehen.. aber du hast Recht. Er wird auch noch seine Abreibung bekommen."

Dann lächelt er etwas, als er über die Sache mit dem Schüler nachdachte.
"Und du willst Kalim wirklich zu deinem Schüler machen? Meinst du nicht das es ihn etwas verstören würde plötzlich in einer Menschengestalt zu stecken?"
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 8:47 am

Lea lachte ein wenig und richtete sich wieder auf.
"Auch schön dich zu treffen, Ayleen. Ich kenne dich zwar nicht, aber so wie Ienzo aussieht gehörst du wohl zu ihm?", fragte er provozierend und lachte dann aber ehrlich und ganz ohne Bösartigkeit. Ienzo lachte ebenfalls ein bisschen, fixierte ihn aber dann mit dem 'Ich-behalte-dich-im-Auge' Blick.
Isa wollte ihr zuerst die Hand geben, doch dann sah er, dass das Mädchen nun auf den Hund fixiert war und senkte die Hand wieder. Er sah etwas emotionslos aus. Er zuckte nicht einmal mit den Schultern oder sonstiges. Er sah einfach nur auf das Mädchen herab und auf den Hund. Ienzo blickte etwas schief und Lea bemerkte es. "Keine Sorge, der ist immer so drauf."


"Mein Gott, es gibt schönere, aber auch er hat seine gerechte Strafe verdient.", erwiderte Aeleus auf seinen ersten Kommentar hin. Als Lauriam dann seinen zukünftigen Schüler ansprach musste er schmunzeln.
"Wahrscheinlich wird er sich erst einmal daran gewöhnen müssen. Aber wenn er bei mir ist, werde ich ihm das schnell beibringen.", sagte er daraufhin. Dann seufzte er, es war ein erleichterter Seufzer. Und dann erinnerte er sich an Kalim und seine Familie. Als sie dort waren hat er das erste Mal wieder richtig Familie gesehen. Auch leibliche Familie. Der Anblick war schön gewesen und schmerzhaft zugleich, denn immer hatte er sich an seine Eltern erinnert, die sich nie um ihn gekümmert hatten. Doch hätten sie es getan, dann wäre er jetzt nicht so wie er ist. Und so wie er ist, findet er sich schon ganz gut.
"Sag mal... Wenn du nochmal zurück könntest... Würdest du irgendetwas anders machen?", fragte Aeleus plötzlich aus dem Nichts heraus. Eigentlich hatte er die Frage nur gedacht, doch jetzt ist sie ihm heraus gerutscht.
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 8:55 am

Ayleen sah zu Lea als dieser das mit Ienzo ansprach.
"Ja, er ist mein Freund."

Dann sah sie mit einem entschuldigendem Blick zu Isa und setzte sich hin um den Hund zu streicheln.
"Ich bin Lauriam's Schwester. Er ist auch hier.", sagte sie dann wieder zu Lea.
"Wir bereiten gerade für ihn und Aeleus eine kleine Feier vor. Wollt ihr auch helfen?"


Lauriam lächelte wieder etwas durch die Aussage mit Sephiroth hin. Als er aber dann den letzten Satz hörte, wurde dieses Lächeln mit einem Schlag von seinem Gesicht gewischt und er senkte den Blick.
"Es gibt so vieles.. das ich bereue.. aber sonst hätte ich dich wahrscheinlich erst garnicht kennengelernt und dich und Ienzo als Freund gewonnen."

Sein Blick ging nun zur Seite, weg von Aeleus und er schien auf den Boden neben seinem Bett zu schauen.
"Ich habe all diese Opfer gebracht, in der Hoffnung das sie wieder gut machen könnten, was ich einst getan habe."

Nun schwieg er.
Er wollte nicht darüber reden. Es machte ihn immer so.. unglücklich. Er dachte dann immer so viel über sein Leben nach und wollte nicht in Selbstmitleid verfallen. Er wäre nicht mehr er selbst, wenn er das tun würde.
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 9:09 am

Lea und Isa fingen plötzlich an zu lachen, Isa jedoch sehr viel kurzweiliger als Lea. Ienzo schaute überrascht, genauso wie Dilan und Braig. Droul lachte ebenfalls, dann hickste er wieder.
"Warum lachen wir?", fragte er dann. Wieder verdrehte der Intrigant die Augen. Und er dachte Myde wäre manchmal nicht ganz bei der Sache.
"Wir sind eigentlich her gekommen um zu fragen, ob wir nicht vielleicht etwas Kleines für die beiden Volltrottel vorbereiten können.", sagte er dann und begründete somit das Lachen. Plötzlich fingen auch alle anderen an zu lachen, außer Droul, der nun seinerseits verdutzt schaute.
"Warum lacht ihr denn plötzlich?", fragte er ahnungslos.


Aeleus sah die Trauer seines Freundes und seufzte innerlich, doch dann klopfte er ihm sanft auf den Rücken und legte dann einen Arm um ihn.
"Lass uns nicht über die Vergangenheit nachdenken. Wir haben die Augen vorne im Kopf um nach vorne zu schauen. Also sollten wir uns nicht umdrehen.", sagte er dann und hoffte, dass Lauriam das auch als kleine Entschuldigung für seine dumme Frage hielt. Denn das war es auch. Er hätte sich eigentlich schon denken können, dass sein Freund etwas empfindlicher auf diese Frage reagiert, deswegen hatte er sie auch nicht aussprechen wollen, doch es war ihm einfach heraus gerutscht.
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 9:18 am

Ayleen lachte auch mit und stand dann wieder auf.
"Gut! Dann weiter im Text!"

Ayleen gab jedem eine Aufgabe und organisierte was alles zu tun sei. Dann ging sie los um die Vorbereitungen zu treffen.

Das wird bestimmt super!


Lauriam nickte einfach nur und ein schwaches Lächeln wurde bei ihm wieder sichtbar.
"Ja. Da hast du Recht."
Er strich sich ein paar seiner Haarsträhnen aus dem Gesicht und sah wieder zu dem Hünen.
"Danke, mein Freund."
Lauriam war froh mit dem Hünen befreundet zu sein. Sie waren sich einst so verschieden und sind nun so ein gutes Team geworden. Nun musste er auch wieder an Arlene denken und wurde etwas rot. Sofort sah er von dem Hünen weg, damit dieser nichts merkte.
Er kratzte sich etwas an der Wange und sah dann wieder nach unten, auf die Decke.
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 9:30 am

Trotz der kleinen Bemühung Lauriams bemerkte Aeleus, dass irgendetwas nicht so war wie vorher. Aber es war nichts negatives. Das Kratzen an der Wange... Das nach unten Schauen... Seltsam, aber Aeleus würde zunächst nicht darauf eingehen. Zunächst....
"Wollen wir uns noch einmal hinlegen oder willst du auch mal die ersten Laufübungen unternehmen?", fragte Aeleus dann und lächelte.


Alle gingen sofort an ihre Arbeit. Braig wurde dazu verdonnert die Deko zu organisieren. Dilan eilte in die große Küche des Schlosses und schon abdl steig heftiger Rauch aus allen Schornsteinen des Schlosses. Ienzo erstellt die Preisliste, schließlich befasste er sich gerne mit Zahlen und mit Büchern. Isa sorgt für kleine Attraktionen und Bespaßung der kleineren Besucher. Lea half Dilan beim Kochen und diente als kleiner Ofenersatz. Myde war weg und kümmerte sich um die Musik, Droul... Ja, Droul war ebenfalls in der Küche und organisierte die Getränke... Hoffentlich auch etwas für die Kleineren Gäste. Arlene kümmert sich um die Belichtung und die Bühne, die aufgebaut werden soll. Somit waren alle Arbeiten verteilt.
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 9:35 am

Lauriam lachte kurz.
"Ich denke um das Laufen werde ich mich später kümmern. Ich fühle mich immernoch ziemlich schlapp. Wir sollten die Ruhe genießen, so lange sie noch anhält."

Er sah dann aus dem Fenster und hörte die Natur um sich. Er hörte das Vogelzwitschern, das rascheln der Blätter der Bäume im Garten.. einfach alles. Und es beruhigte ihn. Es gab ihm so ein Gefühl der Zufriedenheit.
Dann legte er sich wieder hin, zog die Decke über seinen Körper und schloss die Augen.


Nach ein paar Stunden waren alle Vorbereitungen abgeschlossen.
Ayleen sah sich alles an und nickte zufrieden.
"Okey. Jetzt können wir sie holen gehen.", sagte sie stolz.
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 9:47 am

Draußen im Garten des Schlosses war nun eine große Fläche voller kleiner Stände mit Süßigkeiten und allerlei Gebäck von diversen Bürgern, verschiedenen Buden an denen man sein Glück oder Können versuchen konnte. Außerdem war am nördlichen Ende es Platzes eine große Bühne, die von verschiedenen Lichtern bestrahlt wurde und voll verkabelt war. Es gab eine große Bar mit Getränken und ein paar Spieltischen, an denen die Bürger diverse Kartenspiele spielen konnten. Eine kleine Idee von Droul, die er unbedingt haben wollte. Neben der Bar war eine weitere, jedoch war die für das Essen gedacht. Überall hingen Bändern mit Fähnchen die jeweils ein Aeleus und Lauriam Logo hatten. Alles war fertig zur Party. Viele Menschen wartete sogar schon vor den Toren.

Drinnen im Aufenthaltsraum wartete alle noch. Bis Ayleen dann feierlich verkündete, das alles fertig war. Die Mitglieder klatschten alle in die Hände um sich selbst zu dieser grandiosen Vorbereitung zu gratulieren, die sie nun so schnell hin bekommen hatten.
"Dann lasst uns keine Zeit verlieren.", sagte Ienzo und lachte einmal.
"Alle in einer Reihe!"
Nun stellten sich alle ihrer Nummer nach hintereinander und gingen zum Krankenflügel. Dort trat Braig die Tür ein und Aeleus fiel vor Schreck aus dem Bett. Braig zeigte dann nacheinander auf Lauriam und Aeleus.
"Du und Du! Mitkommen! Feiern!", befahl er.
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 9:52 am

Als die Türe aufflog fiel Lauriam mit einem Brüllen aus dem Bett und hielt sich erstmal den Rücken und fluchte.
Ayleen ging zu ihm und half ihm erstmal auf.
"Wir haben eine Überraschung für dich und Aeleus.", sagte sie sichtlich glücklich.
"Aha. Klingt super. Aber müsst ihr uns beide so erschrecken?"

Ayleen kicherte etwas und half ihrem Bruder auf, der sich dann von ihr löste und selbst stehen blieb. Es sah zwar etwas wackelig aus, aber er stand.
Dann sah sie zu Aeleus.
"Los! Aufstehen! Das wird euch bestimmt gefallen."

Arlene unterdrückte ein kichern, als der Assassine aus dem Bett fiel.
"Sehr elegante Landung."
"Aah halt doch den Mund, Arlene.", grummelte er zurück.
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 9:59 am

Aeleus rappelte sich allein wieder auf. Mittlerweile war er auch wieder dazu in der Lage, auch wenn es noch etwas ungeschickt aussah.
"Demnächst sollte man ein Schild aufhängen 'Bitte Ruhe'. Ich hab grad so schön geträumt.", grummelte er und rieb sich den Schlaf aus den Augen. Dann sah er alle an.
"Schön euch alle wieder zu sehen.", sagte er dann lächelnd, ging zu Lauriam und stützte ihn ein wenig.

Ienzo trat ebenfalls aus der Reihe und lächelte.
"Dann kommt mal mit nach draußen, dort haben wir... was kleines vorbereitet."
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   Do März 14, 2013 10:10 am

Ayleen ging zu Ienzo und nahm wieder dessen Hand.
"Kommt mit."

Sie ging dann zusammen mit dem Intriganten vor und Lauriam sah zu Aeleus, der ihn fest hielt.
"Dann wollen wir mal nachschauen was sie vorbereitet haben.", sagte er mit einem Lächeln und ging zusammen mit Aeleus den beiden hinterher, bis zum alten Garten und was Lauriam dort sehen konnte, ließ große Überraschung in sein Gesicht steigen.
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   So März 24, 2013 9:31 am

Auch Aeleus war sichtlich beeindruckt. Das, was er dort sah war... unfassbar. Sie hatten tatsächlich ein Fest vorbereitet, nur für sie...?

Ienzo hatte Ayleens Hand etwas fester als sonst, wenn auch nicht schmerzhaft. Sie war ein wenige schwitzig, er war sichtlich aufgeregt. Würde es ihnen gefallen? Er war sich sehr unsicher.
"Wir haben uns gedacht, dass eure Taten nicht einfach so hingenommen werden sollten. Deswegen haben wir für heute ein Fest organisiert, dass auch heute in jeder Welt gefeiert wird, wir haben zu allen Kontakt aufgenommen. Und dieses Fest soll, zu euren Gedenken, jedes Jahr gefeiert werden.", begann Ienzo mit einer kleinen Einführung in die Dinge. Aeleus staunte noch immer nicht schlecht, sagte jedoch nichts.

Manus war etwas abseits und beobachtete das Ganze mehr still und aus dem Hintergrund. Er würde erst später etwas dazu sagen.


Lauriam sah etwas ungläubig zu dem Fest, dass sich vor ihm befand. So viele Lichter und Stande. Und das alles in diesem Garten, der einst so verlassen schien. Seinem Lieblingsort in Radiant Garden. Ayleen beobachtete die Reaktion der beiden Freunde mit einem Lächeln und wartete ab.

"Wir haben uns gedacht, dass eure Taten nicht einfach so hingenommen werden sollten. Deswegen haben wir für heute ein Fest organisiert, dass auch heute in jeder Welt gefeiert wird, wir haben zu allen Kontakt aufgenommen. Und dieses Fest soll, zu euren Gedenken, jedes Jahr gefeiert werden."

Lauriam lachte etwas und strich sich die Haarsträhnen aus dem Gesicht.
„Ich fühle mich geehrte das ihr ein Fest für mich und den Stein organisiert habt. Aber das es jedes Jahr wiederholt wird? Ich kann mich zwar mit dem Gedanken anfreunden, aber was der Stein dazu sagt ist wohl das Entscheidende.“

Sein Blick ging nun zu dem Hünen, der neben ihm stand und ihn immer noch etwas mit seinen Händen festhielt, damit er nicht einmal wanken konnte.
„Aeleus?“

Der ‚Stein‘ starrte noch immer ungläubig auf das, was vor ihm lag. Er blinzelte ein paar Mal, dann schüttelte er den Kopf.
„Ihr seid doch irre..“, meinte er, dann musste er lachen. Das endete erneut in einem Hustenanfall. Als er sich wieder beruhigt hatte musste er lächeln.
„Ich bin ganz ehrlich, ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Deswegen lasse ich es auch einfach.“, lachte er und schaute ein wenig müde.

Ayleen lachte nur und Lauriam musste kurz schmunzeln. Ein paar Stunden später war die Feier schon in vollem Gange. Überall waren Menschen und hatten ihren Spaß. Ayleen sorgte noch etwas dafür, dass es keine Probleme gab, nutzte aber die meiste Zeit um mit Ienzo zusammen auch Spaß auf der Feier zu haben. Sie ging mit ihm zu den Ständen und Lauriam war etwas abseits von dem ganzen Tumult und saß wieder an seinem Lieblingsort, wo er in die Ferne sah, jedoch mit einem Lächeln. Er war glücklich im Moment. Glücklich wie schon lange nicht mehr. Kurz darauf hörte er Schritte hinter sich, und wie jemand neben ihm Platz nahm. Es war Arlene, die über ihre Kleidung eine schwarze Lederjacke gezogen hatte. Sie stupste den Assassinen mit ihrem Ellenbogen an um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, jedoch musste dieser nur kurz schmunzeln.
Beide unterhielten sich dann etwas, bis Arlene ihn endlich fragte.
„Lauriam? Wegen dem was im Krankenflügel passiert ist-„
„Ich habe schon verstanden.“, unterbrach er sie und sah ihr in die Augen.
„Ich habe verstanden was du mir mitteilen wolltest… und ich muss zugeben, auch wenn wir Niemande waren.. habe ich etwas für dich empfunden.“
Kurzes Schweigen zwischen den beiden. Dann nahm Arlene langsam seine eine Hand und sah ihn erwartungsvoll an.
„Und jetzt?“ Sie hoffte, dass er mit Ja antworten würde. Schon lange hatte ihr Herz nichtmehr so schnell vor Aufregung geschlagen und sie konnte ihren Blick nicht von seinen Himmelblauen Augen lassen. Langsam zeichnete sich ein Lächeln auf die Lippen des ehemaligen Assassinen und er ging mit seinem Kopf näher zu ihr und flüsterte ihr die Antwort zu.
„Ich liebe dich immer noch.“
Alleine diese 5 Worte die er so sanft in ihr Ohr hauchte, ließen sie kurz schaudern. Und auch wenn es nicht etwas war, was sie normaler weise tun würde, legte sie ihre Arme um seinen Körper und drückte sich an ihn. Lauriam schien zwar von ihrer Reaktion überrascht, aber gerade dieses nicht arlene-haftige Verhalten, ließ sein Lächeln sanfter werden. Er legte dann eine Hand auf ihren Rücken und hielt sie bei sich.
Lexaeus hatte sich ebenfalls ein wenig an der Feier erfreut. An dem ‚Hau-den-Lukas‘ Stand hatte er kleine Kinder mit seiner Kraft beeindruckt, beim Dosenwerfen hatte sich jedoch heraus gestellt, dass er nicht besonders gut zielen konnte. Ganz im Gegenteil, er hatte hauptsächlich daneben geworfen, ganz im Gegensatz zu Braig, der sein Ziel nie zu verfehlen schien. Aber der Hüne ärgerte sich nicht darüber, denn er wusste, dass jeder andere Qualitäten besaß und dass er diese ausnutzen sollte um von den anderen auch zu profitieren. Dann ging er ein wenig abseits um sich ein wenig Ruhe zu gönnen. Die brauchte er jetzt, denn viele Menschen hatten ihn angesprochen und mit ihm reden wollen. Das war alles ein wenig zu viel für ihn und seine eigentlich so ruhige Art. Er sah sich ein wenig um.
Wo steckt Lauriam eigentlich schon wieder?
Nun ash er sich ein wenig genauer um, dann entdeckte er ihn und… eine andere Person in seinem Arm. Sein erster Gedanke war, dass es vielleicht Ayleen sei, doch sie würde wahrscheinlich mit Ienzo irgendwo sitzen. Die beiden waren schon irgendwie eine süßes Pärchen, wie er fand. Plötzlich erkannte er das Blond dieser einen Person und seine Kinnlade klappte herunter.
Arlene?! Die ehemalige Nummer XII? Wie-?
Ihm schwante ein Gedanke, doch er wusste nicht ob er den Gedanken gut oder schlecht finden sollte. Er nahm sich wieder zusammen und schüttelte den Kopf um wieder zu Sinnen zu kommen. Er verschränkte die Arme und lächelte.
Wenn sie zusammen glücklich sind, dann soll es so sein. Und ich als sein Freund sollte ihn da unterstützen, egal ob es mir gefällt oder nicht.
Er drehte sich wieder um und ließ sich wieder in die Menge fließen, ging an einen Stand und aß dort etwas, während er über das Gesehene schärfer nachdachte.

Ienzo und Ayleen waren gerade an einem Stand, als Ienzo eine Idee kam. Er grinste etwas.
„Sag mal… Kannst du eigentlich singen?“, fragte er urplötzlich und vollkommen unschuldig.

Ayleen sah Ienzo etwas verblüfft auf diese Frage hin an, bekam aber dann große Augen.
„Ich? Du willst doch nicht etwa, dass ich diesen tausend Menschen etwas auf einer Bühne vorsinge.. oder?“ Das letzte Wort klang ein bisschen ängstlich und sie setzte eine Art Schmollmund auf.
„Ich will aber niicht~“

Lauriam löste die Umarmung und sah Arlene einen Moment in die Augen, bevor er sich ihren Lippen nährte und diese sich kurz darauf berührten. Arlene erwiderte den Kuss sofort. Sie war nunmal nicht eine dieser Schüchternen Mädchen und zeigte auch gerne was sie drauf hatte. Sie zögerte nicht lange und fuhr mit ihrer Zunge über seine. Lauriam löste denn Kuss, sah zwar kurz verwirrt zu Arlene, jedoch die gehobene Augenbraue und dieses Grinsen ließen darauf schließen, dass ihr Versuch Dominanz zu zeigen ihm gefiel und ihn auch etwas belustigte. Arlene schlug ihm dann gegen die Schulter.
„Was gibt’s da zu grinsen, eh?“
„Ach ich habe nur an etwas Lustiges gedacht.“
Er lachte etwas und Arlene’s Böse Mine wich und auch sie musste lächeln. Dann stand sie auf und sprang von der Mauer.
„Ich gehe mich mal wieder um die Technik kümmern. Viel Spaß noch, Flowerboy. Schließlich haben wir das für EUCH organisiert.“
Lauriam nickte noch kurz und die Nymphe verschwand wieder hinter der Bühne auf dem Platz. Der Assassine sah dann wieder in die Ferne und sah wie der Mond am Horizont das Wasser um die Stadt zum Leuchten brachte.
Er versank nun aber plötzlich in Gedanken. Als er so in die Ferne sah… alles um ihn wirkte auf einmal so ausgeblendet. Dass Lachen der Menschen im Hintergrund, die Musik, das rauschendes Windes und des Wassers… alles wurde dumpf für ihn. Er starrte nun den Mond mit diesem abwesenden Blick an. Er wusste selbst nicht genau was mit ihm passierte. Es war so als würde jegliches Glück seinen Körper verlassen und nur kälte zurück bleiben.

Plötzlich krähte ein Rabe, der gerade über ihm seine Kreise zog. Er schien ein Auge auf ihn geworfen zu haben, wenn Raben das überhaupt konnten. Doch dieser Rabe hatte Lauriam, auch wenn er es nicht bemerkt hatte, schon etwas länger verfolgt. Dieser machte sich jedoch jetzt bemerkbar und schien um seine Aufmerksamkeit zu ringen. Gleichzeitig erschien eine neue, düstere und unübersehbare Aura das Geschehen. Sie wirkte ähnlich wie die von Shade, doch im Gegensatz zu dem Vernichteten war diese Aura ohne jegliche Schuld. Sie war zwar düster und beseelt von Dunkelheit, jedoch vollkommen rein und ohne Schande.
Lexaeus bemerkte, wie Ienzo auch, sofort diese Aura und blickten gleichzeitig auf. Alle Menschen um sie herum schauten sich ebenfalls um, auch wenn sie keine besonderen Kräfte besaßen, die ihnen die Sicht einer Aura ermöglichten, diese war selbst für Normale Personen leicht erkennbar.
Ein kleiner Junge, komplett in schwarze Tücher gehüllt, bahnte sich seinen Weg vom Eingang durch die Menge. Diese machte ihm Platz, als hätte er einen hohen Rang oder ähnliches. Aeleus drängelte sich mit Ienzo ebenfalls hindurch, sie stoppten jedoch auch, als sie den Jungen sahen. Er schritt mit leichten Füßen über den Platz und näherte sich dem Assassinen. Aeleus begriff ziemlich spät, dass es vielleicht eine Gefahr sein könnte und rannte dem Jungen hinterher, der Lauriam jetzt erreichte. Und dieser kleine Junge griff nach der Hand der ehemaligen Nummer XI und hielt sie fest.
„Meister.“, sagte er nur. Die Stimme war noch hell und jung, trotzdem war sie… beängstigend. Aeleus und Ienzo blieben mitten in der Bewegung stehen. Jeder hatte das Wort vernommen und war still. Der Rabe landete auf der Schulter des Jungen und krächzte noch einmal.

Auch Ayleen hatte die Aura bemerkt und folgte Ienzo, jedoch als sie durch die Menschenmasse hindurch trat, blieb sie in der ersten Reihe stehen und sah zu dem Ursprung dieser Aura.

Ein Junge?

Lauriam bemerkte erst spät diese unheilvolle Aura und wurde aus seiner Abwesenheit mit einem kurzem keuchen gerissen, als der Junge ihn berührte. Er blieb wie angewurzelt sitzen, jedoch als er das Wort aus dem Mund des Jungen hörte, drehte er den Kopf zu ihm.
„Meister?“, fragte er sichtlich verwirrt.
Als er aber den Jungen genauer ansah, wurde er etwas bleich im Gesicht. Er kannte diese Aura zu gut… die Ähnlichkeit zu Shades‘ war verblüffend und dann passierte es wieder. Er sah Erinnerungen, die nicht seine waren.. und er sah den Jungen. Plötzlich schoss es ihm durch den Kopf. Er wusste wer dieses Kind war. Wie verstand er selbst nicht, aber er konnte es fühlen.

„Du bist…Shade’s Sohn..“, flüsterte er, zog die Hand jedoch nicht weg. Er erkannte die Unschuld in dieser dunklen Aura. Er wusste, dass dieser Junge nicht sein Feind war.
Arlene war nun auch endlich durch die Menschenmasse gekommen und beobachtete das ganze eher skeptisch.

Aeleus starrte mit großen Augen den kleinen Jungen an, der soeben Lauriams Hand ergriffen hat. Er stellte sich wieder normal hin, seine Anspannung jedoch wich nicht von ihm. Das war dem Hünen nicht wirklich geheuer. Ienzo reagierte da etwas gelassener. Er stellte sich wieder in seine Denkerpose und sah den Jungen genauer an.
„Der Junge ist ungefährlich, auch wenn er vor Dunkelheit nur so strotzt. Er weiß, dass man die Dunkelheit nicht nur für Böses einsetzen kann. Obwohl ich mir nicht einmal sicher bin, ob er überhaupt weiß, wie man die Dunkelheit einsetzt.“, sagte er sich seinen Gedanken los, dann entspannte er sich vollkommen. Auch Aeleus schien etwas lockerer zu werden, verschränkte jedoch die Arme. Während der Intrigant wieder zu Ayleen zurück ging und ihr erklärte, was gerade vorgefallen war löste sich die Menge wieder auf, nur ein paar blieben zurück um Lauriam und den Jungen weiter zu betrachten. Aeleus scheuchte sie ebenfalls wieder zurück. Dann ging er zu Lauriam und hockte sich neben ihn.
„Kennst du den Jungen?“, fragte er ihn.

Arlene blieb noch einen Moment stehen und sah zu Lauriam und dem Jungen. Dann als Aeleus zu den beiden ging, wandte auch sie sich ab und kümmerte sich wieder um ihren Job.
Ayleen nickte auf Ienzo’s Erklärung hin etwas und nahm wieder dessen Hand.
„Am besten mein Bruder kümmert sich selbst darum. Er wird wissen was zu tun ist.“
Dann zog sie ihn wieder zu einen der Stände.
„Wir sind hier um Spaß zu haben, also lass uns das auch in voller Gänze auskosten, ja?“

Lauriam betrachtete den Jungen noch für einen Moment und bei ihm wich seine Muskelanspannung, die er von dem Schrecken noch hatte. Dann deutete er dem Jungen mit einer Kopfbewegung an, dass dieser sich zu ihm setzen sollte. Sein Blick ging dann zu Aeleus, als er über dessen Frage nachgedacht hatte. Er wollte dem Hünen irgendwie nicht sagen wer dieser Junge ist, da er nicht wusste, wie er reagieren würde.. aber er wollte seinem besten Freund auch nichts verheimlichen also pfiff er für einen Moment auf seinen Menschenverstand. Sollte der Hüne so etwas wie Wut auf den Jungen zeigen, würde er schon dazwischen gehen.

„Kennen… ist ein guter Ausdruck. Er ist der verschollene Sohn von Shade.“, sprach er mit ernster Stimmlage, jedoch immer noch leichter Verdutztheit im Gesicht.

Aeleus Augen weiteten sich, als er hörte, WER dieser Junge war. Aber im Grunde hätte er sich auch früher oder später selbst denken können. Er runzelte die Stirn, schien jedoch keine wirkliche negative Reaktion oder Emotion zu zeigen.
„Shades‘ Sohn also… Taucht aus dem nichtsauf und ernennt dich zu seinem Meister…“, sagte er etwas skeptisch und hob eine Augenbraue. Dann schloss er jedoch die Augen und schüttelte den Kopf.
„Seltsam, aber solange er nicht wie sein wahnsinniger Vater wird soll es mir Recht sein.“
Jetzt sah er den Jungen an. Aeleus‘ Augen wirkten nicht feindseelig, aber forschend. 2 violette Augen blitzten unter dem Dunkel der Tücher auf, kurz bevor sich der Junge neben Lauriam setzte, und wie der Assassine vor kurzem, in die Ferne sah.

Lauriam beobachtete Aeleus Reaktion genauer und lächelte als er merkte, dass der Hüne dem Jungen nicht mit Wut oder ähnlichem begegnete, sondern ehe neutral reagierte.
„Ich werde dafür sorgen, dass das nicht passiert. Er hat mich ja gerade zu seinem Meister ernannt.“
Dann wanderte sein Blick wieder zu dem Jungen, der seine Hand immernoch fest hielt. Viele Fragen schossen ihm durch den Kopf. Wie war sein Name? Wieso kam er gerade zu ihm? Und warum jetzt?

Der stille Held nickte einmal, dann stand er wieder auf. Er streckte sich einmal, dann seufzte er. Er konnte sich zwar wieder ohne Probleme bewegen, doch er war noch immer ein wenig schwach.
„Ich vertraue dir, das weißt du. Dennoch bin ich ein wenig misstrauisch. Ich werde in Ab und An untersuchen.“, murrte er, dann klopfte er dem Assassinen auf die Schulter.
„Und versinke mir ja nicht in Melancholie!“, lachte er dann und ging wieder in die Menge.
Der Junge, immer noch mit dem Raben auf seiner Schulter, sah Aeleus hinter her und als er verschwand schien er zu lächeln. Dann lehnte er sich gegen seinen neuen Meister und nahm die Kapuze ab. Violettes Haar, ähnlich wie das von Shade, strömte über die Schultern, fast bis zur Brust.

Als der Junge sich so an den Assassinen lehnte, musste Lauriam lächeln. Er spürte das gute Herz in der Brust des Jungen. Er wusste, dass, obwohl er diesem Mann so ähnelte der solches Leid über ihn brachte, dass dieser Junge keine Schuld an den Taten seines Vaters trug. Niemand kann sich seine Familie aussuchen. Und er wusste wie hart das auch sein kann…

Ienzo ging nun, mit Ayleen im Schlepptau, ebenfalls zu Lauriam und stellte sich hinter ihn. Zwar hatte er mit Ayleen sich ein wenig auf dem Markt herum getrieben, doch die Neugierde in ihm konnte nicht besänftigt werden. Und wenn eines bei einem Wissenschaftler groß war, dann war es die Neugierde.
„Ich denke du kennst meine Fragen, Freund.“, sagte er etwas glucksend. Die beiden kannten sich vielleicht nicht so gut wie Aeleus ihn kannte, doch seine Fragen waren eigentlich offensichtlich.

Aeleus beobachtete alles ein wenig aus der Ferne, suchte aber nebenbei noch nach Manus, der sich ja eigentlich auch irgendwo herum treiben sollte. Schließlich hatte der ja alles in Auftrag gegeben und sollte sich jetzt ein Bild von Allem machen.

Lauriam schmunzelte kurz, löste sich von der Hand des Jungen und stand auf um sich zu Ienzo und Ayleen umzudrehen.
„Ich habe mich schon irgendwie gewundert, dass du nicht früher gekommen bist.“

Ayleen kratzte sich kurz am Kopf.
„Naja eigentlich habe ich versucht ihn etwas von der fern zu halten, damit du deine Ruhe hast.“, gab sie etwas kleinlaut zu. Dies brachte Lauriam dazu einmal laut zu lachen und eine Hand auf den Kopf seiner Schwester zu legen und ihr durch die Haare zu wuscheln.
„War nett gemeint, aber Ienzo ist da etwas eigen.“, lachte er und Ayleen versuchte erst mal wieder ihre Haare zu richten, nachdem der Assassine beide Hände in die Hüften gestemmt hatte und sich etwas zu dem Intriganten herunterbeugte. Sein Blick war nun ehe ernst.
„Und mir dir habe ich auch noch ein Hühnchen zu rupfen, mein guter… aber dazu später.“
Er legte eine Hand auf die Schulter des verhüllten Jungen bevor er zu sprechen begann.
„Dieser Junge hier ist der Sohn von Shade. Weshalb er aber gerade hier auftaucht und sich an mich wendet ist mir ein genau so großes Rätsel, wie es wahrscheinlich auch dir sein wird… jedoch musst du dir keine Sorgen machen. Ich spüre, dass er ein reines Herz besitzt. Wir sollten ihn nicht für das Strafen, was sein Vater getan hat und deshalb habe ich mich entschlossen sein Meister zu sein.“

„So wie es aussieht, hat ER das wohl mehr beschlossen als du.“, sagte Ienzo dazwischen. Dann lachte er, auch wenn es etwas falsch klang, denn das Lauriam mit ihm noch ein Hühnchen zu rupfen hatte beunruhigte ihn ungemein. Er schien sich um den Jungen keine Sorgen zu machen, nein, er schien ihn sogar mehr zu akzeptieren als Aeleus.
„Dass er ein reines Herz hat spüre ich auch. Ein Herz voller… und reiner Dunkelheit, jedoch niemals für das Dunkle genutzt. Ihm liegt kein anderes Element so nahe wie die Finsternis.“, stellte er fest und der Junge nickte daraufhin. Der Rabe krächzte einmal und der Junge schlug ihn einmal leicht auf den Kopf, was ein weiteres Krächzen auslöste. Was auch immer das Tier sagte, der Junge schien es zu verstehen.
„Und hat der Junge auch einen Namen?“


Lauriam blickte noch einmal zu dem Jungen. Sein Blick wirkte dann wieder für einen Moment abwesend.
Der Name des Jungen.. liegt mir irgendwie auf der Zunge, aber ich komme nicht drauf…

Dann blinzelte er verwundert. Er hatte den Jungen noch nie gesehen. Wieso wusste er überhaupt dass es Shade’s Sohn war? Er schüttelte den Kopf kurz und sah wieder zu Ienzo.
„Ich weiß es selbst nicht. Er wird es uns schon sagen, wenn er es für wichtig erachtet.“, sagte er mit etwas Verwirrung in der Stimme und sah noch einmal zu Shade’s kleinerem Abbild.

Ayleen sah zwischen dem Jungen und Lauriam kurz hin und her und wirkte für einen Moment besorgt, jedoch auch nur für einen kurzen Moment, dann begann sie zu lächeln und nahm wieder Ienzo’s Hand um ihn etwas mit der Berührung zu beruhigen.
Ienzo zuckte zuerst etwas zusammen, als ihm jedoch in der nächsten Sekunde bewusst wurde, dass die Hand, die gerade nach der seinen griff, nicht die von Lauriam war, der ihn wahrscheinlich umbringen wollte, sondern die von Ayleen war. Er lächelte sie an, dann sah er wieder zu dem Assassinen.
„Naja, besonders gesprächig scheint er ja nicht zu sein. Aber ich finde das nicht besonders schlecht. Einen Ruhigen brauchen wir ja, nachdem Aeleus das Konversieren für sich entdeckt hat.“, lachte der Intrigant.
Und ich das Lachen….

Aeleus hatte Manus entdeckt, der sich gerade mit Jemandem unterhielt. Als er sich jedoch näherte verschwand die Person in einem blauen Portal und Manus lächelte seine Wache an.
„Manus, ich hätte da eine Frage bezüglich-„
„Autsch, Ah, mein Knie, ich versorge das mal schnell.“, unterbrach er ihn und suchte das Weite und ließ einen verdutzten Aeleus zurück.
Seit er sein Schlüsselschwert eingesetzt hat um Ienzo gegen Lauriam einzusetzen ist er irgendwie komisch.. Aber das wird sich auch wieder beruhigen. Hoffentlich….
Er zuckte einmal mit den Schultern, dann ging er Richtung Bühne, wo Myde noch immer auf seiner Sitar spielte und die Leute unterhielt, die seine Musik anscheinend gut fanden.


Der Assassine brach kurz ins Lachen aus, als Ienzo die Gesprächigkeit von Aeleus ansprach.
„Oh ja. Er hat eine ziemlich 180°-Wendung gemacht. Aber ich glaube wir haben uns alle ziemlich verändert.“
Er legte dann wieder eine Hand in die Hüfte und klopfte Ienzo auf die Schulter. Dann packte er den Intriganten aber plötzlich dort und zog ihn mit sich.
„Entschuldigt ihr beide uns bitte für einen Moment?“, sagte er mit einem Lächeln im Gesicht und schliff Ienzo hinter sich her, ein ganzes Stück von der Feier weg, wo er dann an dem großen Gittertor stehen blieb, zu Ienzo um schwang und diesen am Kragen packte. Seine Mine war nun wieder so Tod ernst wie vorher und sogar etwas Zorn war zu erkennen.
„So. Jetzt zu dir, mein Freund. Und diesmal hinter mich keine Emotionslosigkeit daran, über das Thema hinweg zu sehen…. Was fällt DIR ein mit MEINER Schwester zusammen zu sein?! Und das ohne meine Zustimmung?!“

Ienzo’s Pupillen verkleinerten sich rapide, was die Wirkung hatte, dass seine Augen größer wirkten.
„Oro…“, murmelte er verzweifelt, dann setzte er zu einer Erklärung an.
„Also… ähm… Wie soll ich das am besten erklären… Als du weg warst… Nein, ich muss wo anders anfangen… Als sie da Erste Mal aufgetaucht ist, in der Arena, kurz nachdem du verschleppt wurdest, da haben sich schon Gefühle in mir geregt, ich konnte sie jedoch nicht wirklich zuordnen. Ich hatte plötzlich nur das unglaubliche Bedürfnis sie zu beschützen. Und als du dann im tiefen Weltraum aufgetaucht bist, da war sie so verzweifelt und traurig und ich habe sie getröstet. Und da haben wir beide wohl zueinander gefunden. Ich konnte dich quasi gar nicht um Erlaubnis fragen, denn selbst wenn du da gewesen wärst, hätte es dich wohl herzlich wenig interessiert. Aber dann kann ich das ja jetzt… ähh… wohl nachholen, oder?“, stammelte er ein wenig vor sich hin.

Aeleus war bei Myde angekommen, der gerade einen weiteren Track zu Ende brachte. Der Applaus der Leute war groß und ihm war das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht zu wischen.
„Hey, könntest du vielleicht mal ein Schlagzeug fertig machen? Ich habe gerade ohnehin nicht viel zu tun, also kann ich dir auch gleich ein wenig zur Hand gehen.“, sagte er. Kaum hatte er es ausgesprochen kam auch schon ein Mitarbeiter des Festes und stellte ein Schlagzeug auf. Aeleus kraxelte auf die Bühne, was ihm dank seiner Schwäche nicht wirklich leicht viel, doch dann setzte er sich dran, nahm die Sticks in die Hand und klopfte zuerst ein wenig auf dem lauten Instrument herum. Dann nickte er Myde zu. Dieser begann etwas verwundert an zu spielen und Aeleus stieg nach kurzer Zeit einfach mit ein. Er machte es ganz gut, Aeleus hatte ein gutes Taktgefühl und schien das Instrument zu beherrschen.


Als Ienzo ihm erzählte, dass Ayleen so Verzweifelt war nach der Sache im Tiefen Weltraum, ließ er sofort Ienzo los.
„Du hast dich also um sie gekümmert…“, flüsterte er nun ehe nachdenklich zu sich selbst als zu dem Intriganten und wand seinen Blick von ihm ab.
Dann holte er tief Luft, sah aber immernoch nicht zu dem Intriganten zurück.
„Ich hatte dich in Castle Oblivion um etwas gebeten und ob mit oder ohne Herz war diese Bitte echt. Und du hast dich daran gehalten… das konnte ich sehen. Ob es mir passt oder nicht.. ich kann nun mal nicht ändern was ihr für einander empfindet und daher hast du meine Erlaubnis mit ihr zusammen zu sein, denn wer bin ich schon um über die Herzen anderer zu bestimmen?“

Er lächelte dann kurz und wandte sich nun komplett von Ienzo ab.
„Aber.. ich dir den Kopf abhacken, solltest du irgendwie leid über sie bringen, verstanden?“
Lauriam ging dann zu der einen Mauer, lehnte sich dagegen und schloss die Augen.

Ienzo nickte schnell.
„Ich würde ihr niemals wehtun, egal ob körperlich oder geistig Ich könnte es mir selbst nie verzeihen.“, sagte er ehrlich, dann senkte er den Blick.
„Danke.“, sagte er noch, dann hörte er plötzlich ganz wo anders hin. Er runzelte die Stirn.
„The Music has changed…“, sagte er plötzlich und schaute zur Bühne. Dort sah er Aeleus am Schlagzeug und Myde an dem Sitar. Er hob eine Augenbraue.
„Wusstest du, dass er das kann?“, fragte er Lauriam und seine Finger tippten im Takt auf seinem Oberschenkel.

Aeleus hatte aber sichtlichen Spaß, denn er hatte schon lange nicht mehr Musik gemacht. Er schien es zu genießen und mit seinem ganzen Herzen an die Sache heran zu gehen, jetzt wo er wieder eines hatte. Er ließ all seine Emotionen an diesem Instrument aus und es übertrug sich auf die Leute, die stimmungsvoll mit machten.

Lauriam hörte die Schlagzeugmusik und schmunzelte kurz.
„Das er gut auf Sachen einschlagen kann wusste ich, aber das er auch in der Lage ist Schlagzeug zu spielen ohne dieses dabei zu zertrümmern ist mir neu.“
Er seufzte dann kurz und hielt die Augen weiter geschlossen.
„Die Sache zwischen uns beiden ist vorübergehend geklärt. Geh zu meiner Schwester zurück. Sorge dafür das sie glücklich ist.“

Ayleen hatte die Musik auch gehört und stand schon bei der Menge und feuerte Aeleus an.

Ienzo nickte kurz und wollte gerade losgehen, als ihm plötzlich eine Idee kam. Er hatte eine kleine Idee, die ihn schon seit der Zeit in der Organisation verfolgte. Er legte eine Hand um Laurim’s Schulter, dann ging er mit ihm los. Ob der Assassine wollte oder nicht.
„Du kommst schön mit, ich hab eine Idee.“, sagte er.
Ayleen konnte er recht schnell ausfindig machen. Er ging samt Lauriam auf sie zu und blieb dann neben ihr stehen.
„Jetzt wird’s erst richtig lustig.“, sagte er lachend, dann verwandelte er sich in Aeleus und hob die beiden mit Leichtigkeit hoch. Er hob sie auf die Bühne mit hoch und schleifte sie mit hinter die Kulissen, wo er einem Mitarbeiter etwas zuflüsterte, während er die Beiden an Ort und Stelle hielt. Prompt nickte der Mann und holte plötzlich einen Ständer mit Mikrofon, ein Piano und einen Tisch mit einem Mischpult darauf. Diese stellte er alle auf die Bühne, die komplette Masse wartete gespannt darauf, was das jetzt wohl hieß. Nachdem alles aufgebaut war schleppte er die beiden wieder auf die Bühne. Lauriam setzte er ans Piano.
„Spiel.“, zischte er ihm zu, dann setzte er Ayleen behutsam vor das Mikrofon und hauchte ein sanftes
„Sing….“, in ihre Ohren. Er selbst verwandelte sich dann wieder zurück und stellte sich an das Mischpult, wo er die Kopfhörer aufsetzte und darauf wartete, dass es losging.


Lauriam und Ayleen waren beide komplett verwirrt, als sie von Ienzo SO auf die Bühne geführt wurden.
Lauriam klappte einfach nur die Kinnlade auf und er sah Ienzo hinterher, als dieser ihm befahl zu spielen, nachdem er an das Klavier gesetzt wurde. Ayleen stand einfach nur mit großen Augen vor dem Mikrophon und starrte einen Moment die Leute an. Dann sah sie zu ihrem Bruder. Dieser fing sich inzwischen wieder, betrachtete das Klavier vor sich und sah dann mit einem leichtem lächeln zu Ayleen und nickte ihr zu. Ayleen lächelte nun auch schwach und blickte wieder zu der Menge und atmete tief durch.
Lauriam legte beide Hände an die Tasten des Klaviers und schloss die Augen.

Wie lange ist es her.. dass ich an einem Klavier saß.

Er erinnerte sich an seine Zeit in Castle Oblivion. Immer wenn er seine Ruhe brauchte, ging er in einen Raum von dem nicht einmal Larxene wusste. Ein Raum in dem ein Einsamer Flügel stand. Dort spielte er jeden Tag in Einsamkeit und Geheimen Melodien seiner Vergangenheit. Es waren nur seine Hände die spielten.. seine Gedanken die durch seine Finger flossen.

Dann gab er mit einem Nicken das Zeichen an Ienzo.

Dieser sah einmal zu allen. Er wusste, das vermutlich alle ein wenig nervös waren, hatten sie noch nie zusammen gespielt, doch wie sagte man so schön? ‚Wird schon schief gehen!‘
Er gab Aeleus ein Zeichen und er gab die ersten beiden Takte an, dann fing Myde an, eine relativ einfache Melodie zu spielen, auf die Aeleus sofort einen Takt einschlug. Ienzo sah vor sich das sich drehende Mischpult und schloss einmal die Augen. Dann legte eine Hand an die Scheibe und die anderen an die Tasten und fügte zuerst ein wenig schüchtern kleine Effekte ein, darauf wartend, dass Lauriam und Ayleen anfingen ihren Job zu machen.

Lauriam ließ sich mit geschlossenen Augen den Takt und die Melodie durch den Kopf gehen. Dann stieg er mit ein. Er spielte mit geschlossenen Augen am Klavier passend zu dem was er hörte. Er brauchte seine Augen nicht um zu wissen, wo die Tasten lagen die er brauchte. Er spielte nicht nur mit seinen Händen, sondern auch mit seinem Herzen, den viel Gefühl konnte man im Klang hören und auch an seinen Bewegungen sehen. Ayleen schien noch einen Moment zu überlegen bevor sie endlich ihren Mund aufmachen konnte und zu singen begann. Sie hatte eine sehr schöne und weiche Stimme.


Myde begann die zu Anfang sehr einfache Melodie zu optimieren und spielte bald eine ganze Reihe von komplizierten Akkorden, die jedoch noch immer denselben Klang und das gleiche Schema hatten. Auch Aeleus ließ sich immer wieder etwas Neues einfallen, in dem er immer wieder neue Patterns spielte. Ienzo hatte mittlerweile ein gutes Gefühl für das Instrument entwickelt und schien es schon fast auf Anhieb zu beherrschen. Immer wieder fügte er klein, leise Scratches ein, während er mit der anderen Hand immer wieder auf die Tasten schlug um sympathische kleine Melodien und Bass Drops zu setzen.

Die Gruppe spielte so ein paar Lieder und als sie fertig waren, neigte sich das Fest auch schon dem Ende zu. Es war schon spät geworden. Nachdem das letzte Lied gespielt wurde, gab es brausenden Applaus von den Zuschauern und Ayleen lächelte etwas verlegen und schritt von dem Mikrophon weg. Lauriam stand auch auf, schüttelte kurz die Hände aus und ging mit einem Lächeln zu Ayleen und sagte ihr irgendetwas, was aber durch den Lärm kaum zu verstehen war für die anderen auf der Bühne. Dann sah er noch einmal lächelnd zu Ienzo und Aeleus und sprang dann von der Bühne herunter, steckte die Hände in die Hosentaschen und ging durch die Menge, Richtung Ausgang des Garten und verließ den Platz um Richtung Schloss zu gehen. Ayleen ging dann zu dem Intriganten und dem stillen Helden.
„Ich soll euch ausrichten, dass Lauriam jetzt zurück zum Schloss geht. Er meinte, dass es ihm nicht gut geht und er etwas ruhe braucht. Aber ich soll euch auch ausrichten, dass er viel Spaß hatte.“

Sie zwinkerte Ienzo zu.

Ienzo lächelte etwas verlegen und sprang ebenfalls die Bühne herunter. Als alle unten waren, schließlich wurde die Bühne ja jetzt abgebaut, streckte er sich einmal. Aeleus gesellte sich auch zu ihnen. Myde gab nur ein kurzes Kompliment an alle ab, meinte jedoch, dass er immer noch die Meiste Arbeit getan hätte. Aeleus lächelte ihn nur sarkastisch an, sagte jedoch nichts weiter dazu. Stattdessen wandte er sich den beiden Turteltäubchen zu.
„Das sollten wir öfters machen, ich denke, dass es unser Gruppengefühl stärken könnte. Ganz davon abgesehen, dass es Spaß macht und gut klingt.“, sagte er zu allem. Ienzo nickte.
„Wenn wir genug Zeit haben, und ich denke wir werden demnächst genug Zeit haben, können wir ja mal des Öfteren zusammen proben.“

Lauriam konnte wohl nicht ganz ohne Zwischenfall zum Schloss gehen. Ein junger Mann, nicht einmal zwanzig, rempelte ihn an und machte dann Stress.
„Kannst du nicht aufpassen wo du hinläufst?! Hast wohl keine Augen im Kopf, huh?! Siehst ja auch nicht besonders schlau aus und wenn man dein pinkes Haar sieht… Warte, ich sollte wohl besser feststellen und keiner Vermutungen machen. Du bist eindeutig das Schwulste was ich je gesehen habe.“
Entweder wusste der Junge nicht, wer Lauriam war oder es interessierte ihn nicht. Oder er war betrunken, schließlich hatte Droul dafür gesorgt, dass es auch Getränke mit ‚Schuss‘ gab. Wahrscheinlich war es ein wenig von allem.

Ayleen nahm wieder Ienzo’s Hand und lachte kurz.
„Also ich bin jetzt auf den Geschmack gekommen. Falls ihr wieder eine Sängerin braucht, könnt ihr mich holen.“
Dann streckte sie sich kurz und gähnte etwas.
„Ich glaube ich gehe dann auch mal schlafen. Ich bin echt fertig von dem ganzen Organisieren und so.“

Als Lauriam angerempelt wurde, lief er einfach weiter weil er sich nicht viel daraus machte. Jedoch als er hörte was der junge ihm nachrief, blieb er schlagartig stehen, drehte sich jedoch nicht um.

„Was hast du gerade gesagt?“, fragte er mit einem ungewohnt ruhigem Ton.
„Du scheinst wohl nicht zu wissen… mit wem du es hier zu tun hast, Junge. Geh lieber nach Hause und schlafe dir erst einmal den Alkoholintus aus dem Körper.“

Die Respektlosigkeit des jungen Mannes schien ihn äußerlich nicht wirklich zu stören, jedoch innerlich… brodelte ein solcher Zorn in ihm auf. Ein unerklärlicher Zorn, jedoch auch etwas anderes.. etwas.. kaltes.. ein unerklärliches Gefühl für den Assassinen.


Ienzo nickte wieder und gähnte etwas.
„Ja, es war zwar ein toller, aber auch anstrengender Tag heute. Am Besten wir kommen jetzt alle zur Ruhe und gönnen uns ein wenig Schlaf. Wer weiß was der morgige Tag mit sich bringt. Vielleicht brauchen wir Morgen auch noch Energie für irgendetwas.“ Dann ging er samt Ayleen auf das Schloss zu. Ihm kam ein interessanter Gedanke, doch er wurde daraufhin ziemlich rot, deswegen ließ er es gleich wieder. Doch dieser kleine Gedanke war schon verlockend….

Aeleus blieb noch ein wenig allein zurück und genoss endlich die Ruhe. Kein Laut mehr, nicht einmal der wind wagte es, diese Stille zu unterbrechen. Der Hüne schloss die Augen und hob etwas den Kopf, als recke er sich dem Himmel entgegen.
Eine schöne Nacht…

Der Junge blinzelte etwas, dann zuckte er mit den Schultern.
„Ist mir doch egal mit was für einem Penner ich hier rede, ich poliere jedem die Fresse, der mich einfach blöd anmacht, egal ob er nun schwul ist oder nicht. Also mach das du weg kommst, bevor ich mich verliere!“, blaffte der Pöbler zurück und fixierte ihn ‚böse‘.
Wenn der wüsste…

Ayleen ging zusammen mit Ienzo, hielt sich an dessen Arm fest und lehnte sich im Laufen an ihn und schloss die Augen. Sie genoss seine Nähe wirklich sehr und sie war auch WIRKLICH müde.

Lauriam senkte den Blick etwas und Wut zeichnete sich in sein Gesicht, denn er fing an mit den Zähnen zu knirschen, jedoch plötzlich schwach der wütende Blick um. Er fing an.. zu Grinsen.
„Ich glaube ehe… du wirst etwas anderes durch deine Respektlosigkeit verlieren… und zwar deinen Kopf.“
Er drehte sich dann provozierend langsam um und blickte im Augenwinkel zu dem Jungen. Dieser Blick… so kalt und mordlustig, wie er schon lange nicht mehr im Gesicht des Assassinen zu sehen war.
Ein Blick, der den Jungen aufzuspießen drohte. Dann jedoch steckte er wieder die Hände in die Hosentasche und ging wieder seines Weges, Richtung Schloss.

Der Junge schaute ihm noch einmal nach, anscheinend nicht wirklich beeindruckt. Entweder nahm er den Assassinen nicht wirklich ernst oder seine Sinne waren durch den Alkohol so getrübt, dass er die Gefahr nicht erkannte. Aber diese war jetzt auch wieder auf dem Weg ins Schloss und auch der Pöbler ging wieder seiner Wege.

Ienzo spürte die Müdigkeit seiner Freundin, hielt an und nahm sie plötzlich hoch und trug sie.
„Schlaf, ich bringe dich in dein Zimmer.“, flüsterte er ihr ins Ohr und lächelte sanft. Auch wenn er ebenfalls sehr müde war, für Ayleen würde er alles tun, damit es ihr gut ging.

Aeleus blieb nur ein paar wenige Minuten bevor er gähnte und ihm dadurch auffiel, dass auch er eine gewisse Müdigkeit verspürte. Er ging langsamen und nachdenklichen Schrittes zum Schloss. Plötzlich kam ihm der Sohn Shade’s entgegen. Aeleus blieb etwas verdutzt stehen und und betrachtete den Jungen verwirrt.
„Kann ich etwas für dich tun?“, fragte er. Der Junge kam auf ihn zu und tippte ihm auf den Bauch. Wahrscheinlich wollte er eigentlich auf die Brust tippen, doch dafür war der Hüne zu groß.
„Freund.“, sagte der Junge, dann drehte er sich um und verschwand in den Schatten. Aeleus schaute an sich herab und legte unbewusst eine Hand aus Herz.
„Wen meinte er damit…?“, sagte er zu sich selbst, dann ging er weiter.


Ayleen nickte auf Ienzo’s Aussage hin und lächelte wieder glücklich. Und es dauerte auch nicht lange.. und sie schlief in den Armen des Intriganten ein.

Lauriam war inzwischen am Schloss angekommen, ging zu seinem Zimmer, das ihm zugeteilt wurde und legte sich dort ins Bett um etwas zu schlafen. Er fühlte sich nicht gut. Er war ausgelaugt und seine Energie war schon ziemlich aufgebraucht.
Dann jedoch bemerkte er etwas. Neben seinem Bett lag der Junge vom Fest. Shade’s Sohn… er lag einfach dort und schlief schon tief und fest. Lauriam schmunzelte kurz und zog dann die Decke über sich und schlief ein… jedoch…


Aeleus kam auch am Schloss an. Er war gerade auf dem Weg zu seinme Zimmer, als ihm ein sturzbetrunkener Droul entgegen kam, der ihm, so wie es aussah auf die Schulter klopfen wollte, jedoch scheiterte, indem er verfehlte und neben ihm hinfiel. Aeleus beachtete ihn nicht weiter und kam schnell bei seinem Zimmer an. Dort legte er sich schnell schlafen. Er zertte die Decke über sich zusammen und hatte es schön warm, auch wenn ihn irgendwie ein dumpfes Gefühl von Bösem über den Rücken lief. Doch er schenkte dieser Einbildung keine weitere Aufmerksamkeit und ließ sich langsam ins Reich der Träume gleiten.

Ienzo ging schnellen, aber sanften Schrittes durch die Korridore. Er wollte sie ja schließlich nicht mit den lauten Schritten wecken. Schnell war er an ihrem Zimmer, machte die Tür mit dem Fuß auf und legte sie sanft auf ihr Bett. Als er sie so liegen sah übermannte ihn die Müdigkeit so sehr, dass er aufhörte wirklich nachzudenken. Er zog den Kittel aus, den er ja wieder trug und legte sich einfach neben sie ins Bett und schlief mit einem Arm um sie ein.


Die Nacht verlief ruhig… beinahe.
Am nächsten Morgen hämmerte jemand gegen die Türe von Aeleus Zimmer. Es war etwa 8 Uhr morgens.
„Aeleus! Aeleus, wach auf!“, drang eine Stimme dumpf durch die stabile Türe des Zimmers. Die Stimme gehörte Myde, der sichtlich verängstigt klang.
„Du sollst schnell zum Garten vor dem Schloss kommen!“

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Mephisto
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BeitragThema: Re: Epilog - Radiant Garden   So März 24, 2013 9:31 am

Der Hüne schreckte aus seinem Schlaf raus und blinzelte etwas. Er fühlte sich nicht sonderlich ausgeruht, angesichts der Sache, dass er vermutlich nichts besonders viel geschlafen hatte. Er schüttelte einmal den Kopf und setzte sich erst einmal auf die Bettkante. Dann zog er langsam seine Uniform an und streckte sich dann einmal, bevor er die Tür aufmachte und den aufgebrachten Myde ansah.
„Was gibt’s?“, fragte er knapp und sichtlich verschlafen, dennoch aufmerksam und konzentriert.

Myde stammelte irgendwas vor sich hin, bevor er sich endlich wieder einkriegen konnte.
„Draußen.. draußen im Garten vor dem Schloss liegt eine L-l-l-leiche!“, bekam er dann endlich raus.
„Dilan hat gesagt das ich dich holen soll weil du scheinbar ein guter Arzt bist.“

Dann sah er auf den Boden, ziemlich bleich im Gesicht.

Nun war Aeleus vollkommen wach, als hätte er mehr geschlafen als nötig war. Sofort schob er Myde beiseite und bahnte sich einen Weg durch die Gänge des Schlosses. Draußen ging er dann in einen leichten Trab über und lief in den Garten, wo Dilan ihn bereits erwartete. Vor ihm lag die blasse Leiche eines jungen Mannes. Der Gesichtsausdruck zeigte Schrecken und Qual. Er schien vor seinem Tode entweder etwas Schreckliches gesehen oder gespürt zu haben. Aeleus verzog die Miene, sah jedoch keine Wunden oder ähnliches, was auf Mord hinweisen könnte. Aus seiner Uniform zog er zwei Gummihandschuhe und streifte sie sich über.
„Hat irgendjemand vorher den Toten berührt?“
„Nicht nach meinem Wissen.“, antwortete Dilan überraschend gelassen. Aeleus nickte daraufhin und berührte die Leiche einmal am Gesicht. Sofort wusste er, warum der Tote… tot war. Erst bei Berührung konnte man unglaublich viele kleine Schnitte erkennen, die sich über den ganzen Körper zogen. Teilweise fielen die Kleidungsstücke in Scheiben vom Körper. Aeleus‘ Augen weiteten sich ein wenig und er ließ das Gesicht wieder los.
„Was auch immer ihn so zugerichtet hat, es war nicht menschlich.“, sagte er düster. Dann dachte er nach.
„Wir können den Toten nicht hier liegen lassen, transportieren aber auch nicht, denn sonst fällt er in seine Einzelteile auseinander. Wer auch immer ihn so filetiert hat, wollte, dass man die Leiche sah. Dass man sah, dass der Mörder sein Handwerk beherrschte. Jedenfalls vermute ich das…“
Er stand wieder auf und drehte sich zu Dilan.
„Mir egal wie ihr die Leiche weg bekommt, aber heute Nachmittag will ich nichts mehr davon sehen. Bis dahin wird der Garten für alle gesperrt. Verstanden?“
„Klar.“, kam als Antwort.“


Ayleen wachte langsam auf und drehte sich auf die Seite, jedoch bemerkte sie Widerstand. Als sie die Augen öffnete und Ienzo neben sich sah, stieg ihr erst Überraschung, dann Schrecke und dann röte ins Gesicht. Sie zuckte zurück, vergaß das sie an der Bettkante lag und fiel aus dem Bett heraus.
„HYaaa!!“

Sie landete etwas unbequem und rieb sich dann ihr Hinterteil.
„Autsch..“

Lauriam lag in seinem Bett, seinen Körper zu der Wand gedreht, an der das Bett stand. Dort war ein Fenster, jedoch die Rollladen waren herunter gezogen. Es kam kaum Licht in den Raum.
Lauriam schien für einen unwissenden zu schlafen, da sein Rücken zur Türe zeigte, jedoch seine Augen waren offen und starrten an die Wand vor sich.
Er war komplett bleich… und an sich schien es ihm nicht gut zu gehen. Er zitterte am ganzen Körper und klammerte sich auch etwas an die Decke, die er über seinen Körper gezogen hatte.

Aufhören… aufhören....lass mich in Frieden… lass mich in Ruhe..


Aeleus ging mit ernsten Gesichtsausdruck wieder Richtung Schloss. Wer würde aus welchem Grund einen solchen Milchbubi das Leben nehmen? So unschuldig wie er aussah konnte er nichts schlimmes angestellt haben. Jedenfalls nichts ernsthaft Schlimmes. Aber er konnte sich auch irren und der Junge war einer dieser typischen Macho-Typen, die immer nur Stress anfingen. Wer weiß….
Ich weiß nicht so Recht, mit wem ich das in Verbindung setzen soll. Kaum ist dieser Fremde Junge da ist am nächsten Tag eine Leiche bei uns im Garten. Zufall? Wohl kaum, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er morden könnte, so klein und unschuldig wie er noch ist. Und Lauriam meinte, dass sein Herz rein sei, also ist es wohl schwer zu glauben, dass sich das wegen einem unbedeutendem Jungen ändern würde. Aber wer könnte es dann sein?

Ienzo schreckte ebenfalls hoch, als er den Aufschrei von Ayleen hörte und rollte in die entgegengesetzte Richtung, gegen die Wand und stieß sich kräftig den Kopf.
„Fuck!“, fluchte er und hielt sich den jetzt brummenden Schädel. Dann robbte er hinüber und sah über die Bettkante.
„Alles okay bei dir? Hast du dir wehgetan?“, fragte er vorsichtig, erst dann wurde ihm bewusst, bei wem er bis eben gerade gelegen hatte. Er wurde plötzlich total rot im Gesicht, blieb jedoch in der Position in der er gerade war.

Der Junge, der die Nacht über bei Lauriam gewesen war schlug die Augen auf, als hätte er etwas gehört. Er drehte den Kopf zur Seite und sah den wachen Lauriam. Seine großen violetten Augen zeigten noch viel kindliches, doch auch irgendetwas Mystisches. Dann stand er auf und ging zu Lauriam, legte eine Hand auf seinen Kopf und murmelte etwas. Es war zu leise, als dass man es hätte hören, gar verstehen könne, doch es war magisch, das spürte man sofort. Eine Welle von Kraft schwappte über Lauriam hinweg und spülte sämtliche Gedanken weg, egal ob positive oder negative. Darunter auch das, was Lauriam gerade zu stören schien.
Diese Gedanken hielt der Junge jetzt in der Hand, dann nahm er die Hand seines Meisters und gab ihm seine Gedanken einfach in die Hand.
„Ordne.“, schlug er vor, ging wieder an sein Bett und beobachtete Lauriam.

Ayleen rappelte sich auf.
„Ja,,alles okay. Nur etwas unsanft gelandet.“
Dann bemerkte sie die röte in Ienzo’s Gesicht und wurde selber etwas rot.
„Erm.. also… g-guten Morgen erst mal.“, stammelte sie etwas und kratzte sich wie immer an der Wange.

Lauriam schien erst jetzt wieder wirklich anwesend, nachdem der Junge diese Gedanken aus seinem Kopf nahm. Er setzte sich langsam auf und sah verwundert zu der Kugel in seiner Hand und dann wieder zu dem Jungen.
Was?.. woher..?
Dann jedoch schüttelte er den Kopf und sah wieder zu der Kugel.
„Du hast wirklich Talent.“, sagte er mit sanfter Stimme und schloss die Augen für einen Moment. Die Kugel in seiner Hand öffnete sich und irgendwelche Lichter gingen wieder in seinen Körper über. Zurück blieben rote Lichter die finster leuchteten und dann erlöschen…
Er stand dann erst einmal auf um sich frisch zu machen und sich wieder eine Jeans, so wie ein T-shirt und eine Strickjacke über zu ziehen.
Währenddessen dachte er nach… er hatte einen merkwürdigen Traum. Ein Traum getaucht in Dunkelheit. Eine Gestalt die er nicht kannte die vor ihm stand und die Hand zu ihm ausstreckte. Der Geruch von Blut in seiner Nase. Die Vergeltung die er spürte…
Der Rest war aber verschwommen und nicht erkennbar. Er dachte dann aber nicht länger darüber nach und ging zu dem Jungen.
„Wie heißt du?“

„Mysk.“, sagte der Junge und lächelte schief, dann verschränkte er die Arme hinter dem Kopf und ließ sich nach hinten auf das Bett fallen. Er sah an die Decke. Er streckte seine Hand der Decke entgegen, als wolle er sie einfach so erreichen.
Aeleus war mittlerweile im Aufenthaltsraum. Er setzte sich auf einen Stuhl und dachte weiter nach. Jetzt noch einmal ins Bett zu gehen wäre sinnlos, schlafen könnte er nicht mehr. Dafür brachte ihn dieser Mord auf zu viele Gedanken. Er versuchte noch immer herauszufinden, wer es wohl gewesen sein könnte. Wenn ein wenig Zeit vergangen war, würde er Lauriam dazu ziehen, 2 Hirne dachten besser als eines.
Aber in Radiant Garden ist noch nie ein Mord geschehen. Nicht seit Malefiz diesen Ort verlassen hat. Was könnte es sein….
Ienzo kratzte sich etwas am Hinterkopf, die Verlegenheit war ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.
„Ja, guten Morgen….. Gut geschlafen?“, fragte er dann lächelnd. Es war vielleicht eoin klein wenig peinlich, ohne Ankündigung und Erlaubnis mit ihr in einem Bett geschlafen zu haben, doch es ist ja nichts Dramatisches passiert.

Ayleen setzte sich zu Ienzo und wuschelte ihm kurz durch die Haare.
„Warst wohl gestern auch ziemlich müde, was?“, fragte sie mit einem Grinsen im Gesicht.
„Ist schon gut, mir macht das nichts aus. Ich habe mich nur erschreckt als du so plötzlich neben mir gelegen bist. Und ich habe heute Nacht außergewöhnlich gut geschlafen.“

Mysk also..
Lauriam beobachtete mit einem Lächeln was der Junge tat. Er erinnerte ihn irgendwie an sich selbst, als er noch ein Kind war. Er wischte sich dann kurz mit der Hand die Strähnen aus dem Gesicht und legte siewieder in die Hüfte.
„Also. Da du mich zu deinem Meister ernannt hast, werde ich dem mal nachkommen. Es kommt aber darauf an, was du überhaupt von mir lernen möchtest, Junge.“


Der Junge setzte sich wieder auf und sah Lauriam an. Dann nickte er und stand auf. Der Junge schien ungeduldig darauf zu warten, dass Lauriam endlich mit dem Unterricht begann. Was auch immer den Jungen antrieb zu lernen, es musste wichtig sein, sonst wäre er ja auch nicht zu dem Assassinen gekommen.

Aeleus döste wieder ein wenig ein, er würde solange über alle Möglichkeiten philosophieren, bis er entweder eine Lösung gefunden hatte, oder es spät genug war, die anderen zu wecken ohne dass sie den Hünen anschnauzen würden.

Ienzo strahlte, als er das hörte.
„Ich habe auch sehr gut geschlafen. Ich denke, dass es an deiner Nähe lag, die mich beruhigt hat.“, sagte er. Das durch die Haare wuscheln störte ihn herzlich wenig, am Morgen waren seine Haare ohnehin sehr eigen.
„Ob die anderen schon wach sind?“


Lauriam blinzelte kurz und seufzte dann.
„Ich verstehe schon. Folge mir.“
Er ging dann zur Türe, öffnete diese und ging durch die Gänge in Richtung Ausgang des Schlosses. Er kam am Aufenthaltsraum vorbei, wo er Aeleus sah und an der Türe stehen blieb.
Hm? Er ist auch schon wach?
„Ah, guten Morgen Aeleus. Was machst du denn schon so früh hier?“


Ayleen kicherte kurz als sie verstrubelte Haarpracht von Ienzo genauer in Augenschein nahm. Aber sie selbst sah auch nicht besser aus.
„Wir können ja mal nachschauen gehen. Ich mache mich aber erst einmal frisch.“
Mit diesen Worten ging sie zum Bad und verschwand darin.


Eine gute Idee… Sollte ich auch machen, dachte Ienzo und klopfte an die Bad Tür.
„Ich gehe in mein Zimmer und mache mich dort auch fertig. Treffen wir uns im Aufenthaltsraum?“, fragte er, wartete aber nicht auf eine Antwort sondern ging gleich los, in sein Zimmer, um sich dort zu duschen und so weiter und so fort.

Aeleus sah Lauriam und das Anhängsel nachdenklich an.
„Mord. Es wurde jemand ermordet und ich wurde aus dem Bett geholt um nachzusehen.“, sagte er, jetzt wieder ein wenig verschlafen. Der Junge sah ihn voller Schrecken an. Das hatte er auch noch nie miterlebt. Allgemein wusste der Junge nicht einmal, wo er die ganze Zeit gewesen war, bevor er in Radiant Garden aufgetaucht ist.


Lauriam sah Aeleus für einen Moment einfach nur verwirrt an. Dann jedoch verstand er, dass der Hüne nicht scherzte und Schock stieg ihm ins Gesicht. Er blickte dann zu Boden.
„Ein Mord?.... In Radiant Garden?“
Ihm wurde plötzlich unglaublich unwohl. Er hatte ein mulmiges Gefühl bei der Sache.
„Wer ist getötet worden? Jemand aus dem Schloss?“

Ayleen brauchte nicht lange um sich frisch zu machen, zog sich dann wieder ein Kleid über und band die Haare zu einem Zopf zusammen. Dann ging sie Richtung Aufenthaltsraum und schaute etwas verwundet als sie die drei dort sah. Sofort erkannte sie auch den Schock in den Gesichtern ihres Bruders und des merkwürdigen Jungen.
„Was ist los? Ist etwas passiert?“

Lauriam erschrak etwas als seine Schwester plötzlich hinter ihm stand und drehte sich um.
„Ayleen… scheinbar ist jemand diese Nacht getötet worden.“
„Huh?!“

Aeleus schüttelte den Kopf und dachte noch einmal nach.
„Es war ein junger Mann, vielleicht gerade 20 Jahre alt. Nicht aus dem Schloss, aber aus der Umgebung. Er wurde praktisch filetiert. Überall sind hauchdünne Schnitte, aber zu Tausenden.“, erklärte er knapp. Auch Ienzo war mittlerweile da und hatte mit angehört was passiert ist.
„Mord? Aber wer könnte von den friedlichen Menschen hier die Absicht haben zu morden?“, fragte er entsetzt, als auch ein wenig enttäuscht, wie es schien. Aeleus jedoch gab darauf keine Antwort, sondern betrachtete Lauriam, der auffällig wirkte.
„Alles okay bei dir?“, fragte der stille Held.


Lauriam wandte sich nun wieder Aeleus zu als dieser ihn ansprach. Der Assassine schien beunruhigt. Er hörte ein leises Flüstern. Eine Stimme, kaum war zu nehmen und auch nicht zu verstehen, aber sie war da…
20 Jahre alt? Könnte es sein das es der Junge war den ich gestern getroffen habe? Moment… dieser Traum… warte das ist doch-
Er schüttelte er dann etwas den Kopf.
„Es.. es geht mir gut.. ich bin nur etwas schockiert über diese Nachrichten.“

Ayleen sah zu ihrem Bruder auf und sah ihn einfach nur schweigsam an. Sie wirkte kurz besorgt, da ihr auffiel, dass er etwas bleich war.
„Bist du sicher? Du siehst auch nicht sonderlich gut aus.“
Er wischte sich wieder ein paar Strähnen aus dem Gesicht und setzte ein leichtes Lächeln auf.
„Keine Sorge. Alles in Ordnung. Ich werde zusammen mit Mysk in die Hinteren Gärten gehen falls ihr mich sucht.“

Mit diesen Worten wandte er sich von den Abwesenden ab und ging wieder in die Gänge, wo er sofort den Weg zum Hinteren Teil des Schlosses einschlug.
„Wenn es etwas Neues über den Mord geben sollte, sagt mir ruhig bescheid.“

Aeleus sah ihm etwas skeptisch hinterher.
Verbirgt er etwas?
Dann schüttelte er den Kopf. Nebenbei hieß der Junge also Mysk, das war schon einmal interessant. Einen genauso ungewöhnlichen Namen wie sein Vater. Wer wohl seine Mutter gewesen ist? Und wie sie wohl ausgesehen hat? Aber das waren alles derzeit irrelevante Fragen.
Ienzo sah dem Assassinen ebenfalls hinterher.
„Und was machen wir jetzt?“, fragte er etwas hilflos.
„Ich werde Lauriam mal folgen, ich bin neugierig, was er wohl mit seinem Schüler machen will. Und ihr macht euch keine Sorgen, wir regeln das schon.“, sagte Aeleus, stand auf und folgte Laurim in die hinteren Teile der Gärten.



Lauriam ging durch die Korridore, jedoch wirkte er sehr in Gedanken versunken.

Heute Morgen… irgendwie.. irgendwie habe ich so ein ungutes Gefühl. Dieser Tote….

Er legte eine Hand an seinen Kopf und schüttelte ihn kurz.
Mysk’s Zauber hat mir irgendwie einen Teil meiner Erinnerung genommen. Irgendetwas fehlt.. etwas wichtiges.. aber warum verspüre ich so eine Angst wenn ich darüber nachdenke?

Kurz darauf kam er in den Hinteren Gärten an. Es war ruhig dort. Überall Blumen und Bäume. Er schütelte noch einmal den Kopf und drehte sich dann zu seinem Schüler um. Ein Lächeln war in seinem Gesicht zu sehen.
„Also. Fangen wir gleich an.“
Er hob seine Hand und seine Sense manifestierte sich dort.
„Da du über eine Menge Potential im Umgang mit Dunkelheit zu verfügen scheinst, werden wir erst einmal mit etwas einfachem beginnen. Die Manifestation deiner inneren Kraft.“

Er drehte die Sense kurz und stellte sie dann neben sich ab, wo sie mit dem Stab im Boden stecken blieb.
„Meine Manifestation ist diese Waffe hier. Wir werden erst einmal versuchen deine innere Kraft zu kanalisieren und ihr eine Form zu geben.“


Ayleen sah zu Ienzo und dann noch einmal dorthin wo Lauriam gerade noch stand.
„Irgendwie… habe ich ein ungutes Gefühl…“


Der Junge sah einmal nachdenklich auf die Waffe seines Meisters. Dann schaute er ihm wieder in die Augen und nickte. Er schloss seine Augen und hob eine Hand, die Handfläche nach oben. Dann konzentrierte er sich. Auf der Hand entstand ein schwaches magisches Feld, ein kleiner violetter Funke, dann erlosch es wieder. Verärgert öffnete der Junge die Augen, dann schüttelte er den Kopf und schloss die Augen wieder, um es noch einmal zu versuchen. Ein kleiner Ruck fuhr durch die Umgebung und eine Faustgroße, schwarz-violette Kugel erschien in der Hand des Jungen.

Aeleus näherte sich dem Garten, hielt sich jedoch hinter Bäumen und Büschen versteckt. Wenn sie den Hünen entdeckten war es kein Problem, er gab sich keine Mühe beim Versteck spielen. Doch es würde Vorteile geben, wenn er unentdeckt blieb.

Ienzo nickte auf diese Aussage hin und dachte nach.
„So etwas ist hier noch nie passiert…“, murmelte er. Dann sah er wieder zu Ayleen und lächelte.
„Er hat gesagt, wir sollen uns keine Gedanken machen, also machen wir uns einen schönen Tag.“


Lauriam verschränkte die Arme vor der Brust und nickte zufrieden als er die Kugel sah.
„Ah. Schon ein guter Anfang. Du bist schon in der Lage deine Kraft zu kanalisieren und ihr eine einfache Form zu geben. Jetzt üben wir die Kontrolle.“

Lauriam zog die Waffe aus dem Boden und ging noch ein Stück in den Garten. Dort blieb er auf einer Art Podest stehen und drehte sich wieder zu dem Jungen um. Dann machte er mit seiner Freien Hand ein paar Bewegungen und die Umgebung erwachte zum Leben. Einer der Bäume, es war ein kleiner Baum, wahrscheinlich etwa ein Jahr alt, erhob sich aus dem Boden und veränderte seine Gestalt. Er sah kurz darauf aus wie ein Ent, ein Wesen aus den Fabeln. Dieser bewegte sich ein Stück auf Mysk zu und blieb dann stehen.
„Wende deine Kraft gegen diesen Baum an. Ich werde zuerst testen, wie gut du deine Macht kontrollieren kannst. Fokussiere deine Sinne auf diese Kreatur und lasse dann die Kraft in einem Schlag auf sie frei.“


Ayleen lächelte dann auch und nahm ienzo’s Hand.
„Du hast Recht. Er kommt schon klar. Ich werde wieder ins Labor gehen und Even bei seiner Arbeit helfen.“
Sie gab Ienzo dann einen kleinen Kuss auf die Wange und kicherte etwas.

Der Junge nickte und sah den Baum vor sich an. Dann sah er noch einmal auf die Kugel in seiner Hand. Jetzt schloss er wieder die Augen und streckte die Hand dem Wesen entgegen. Aus der schwarzen Kugel sprossen zunächst nur kleine zierliche Stränge, die Ähnlichkeit mit einer Ranke hatten, dann zogen sie sich wieder zurück. Der Junge runzelte die Stirn und ein Ruck fuhr durch seinen Arm und aus der Kugel schossen ein größerer Blitz, der den Ent durchschoss und ihn dann pausenlos umschlang. Die Konzentration des Jungen war groß, hatte er doch noch so wenig Übung in Allem.

Ienzo wurde etwas rot, lächelte aber.
„Even möchte ich ungern über den Weg laufen, deswegen werde ich mich meiner Arbeit widmen. Schließlich habe ich auch noch einiges zu tun. Kommst du, wenn du Hilfe brauchst?“


Ayleen nickte und ließ dann seine Hand los.
„Natürlich. Wir sehen uns später.“
Mit diesen Worten ging sie in die Gänge, nach unten zu Even’s Labor.

Lauriam beobachtete was der Junge tat.
Beeindruckend. Er hat wirklich Talent, aber ihm fehlt noch der richtige Anstoß.

Lauriam schwang die Hand und der Ent schlug aus und die Blitze verschwanden.
„Sehr gut. Mit etwas Übung wirst du deine Kräfte schnell beherrschen. Wir werden uns erst einmal in den ersten Trainingsstunden damit befassen, deine Kraft zu schulen.“
Er machte wieder ein paar Handbewegungen und der Baum bewegte sich ein Stück zurück.
„Man sollte jedoch wissen, dass ein Kampf nicht nur mit reiner Kraft gewonnen werden kann. Es gilt auch, schnell zu sein. Seinen Gegner zu analysieren und dessen Schwächen für sich zu nutzen.“

Das nahm der Junge als Aufforderung diesem Vorschlag nachzugehen und betrachtete den Ent genauer. Seine Augen huschten schnell über das Wesen und versuchten, mögliche Schwachpunkte oder ähnliches festzustellen. Das Einzige, was sich der Junge jedoch vorstellen konnte, waren die Wurzeln, die ja den Spross des Baumes darstellten. Er zeigte auf die Wurzeln und sah dann Lauriam fragend an.

Lauriam nickte zufrieden.
„Genau. Du hast es verstanden. Dieser Ent bewegt sich durch die Verbindung die er mit der Erde und damit zu mir hat. Wenn du die Wurzel zerstörst, zerstörst du auch diese Kreatur. Wenn man die Schwachpunkte seines Feindes kennt, reicht auch wenig Kraft um einen Kampf zu beenden. Und du musst immer im Hinterkopf behalten, dass niemand unendlich Kraft besitzt. Es liegt daran, wie man sie einsetzt und man kann auch gegen einen anfangs übermächtigen Feind eine Chance haben.“

Er legte nun ein leichtes Lächeln auf und stützte sich dann an seiner Waffe ab. Dann machte er eine Handbewegung und der Ent ging wieder an seinen Platz und nahm wieder seine normale Gestalt an. Die Umgebung wurde wieder normal und Lauriam seufzte kurz.

Mysk sah seinen Meister kurz etwas nachdenklich an, dann etwas fragend. Er wollte wissen, was seinen Meister so nachdenklich stimmte.
Aeleus hielt sich noch immer im Hintergrund und beobachtete gespannt die Fortschritte Mysk’s. Er war beeindruckt, dass der Junge so begabt war. Er schien mit seiner Macht vertraut, auch wenn er sie anscheinend noch nie wirklich praktisch angewandt hatte. In Kalim hatte er auch ein solches Potenzial gesehen, aber ob dieser es auch so gut umsetzen könnte?

Lauriam schüttelte den Kopf und sah Mysk nun direkt in die Augen und ging auch wieder zu ihm.
„Ich denke du hast verstanden, was ich dir damit zeigen wollte, so wie du aussiehst. Leider bin ich immernoch nicht ganz bei Kräften, weshalb es mir etwas schwer fällt dich richtig auszubilden. Bleiben wir vorerst bei dem Theoretischem Teil. Ich kann dir aber den Tipp geben zu Üben wann immer du kannst. Je mehr man übt, desto schneller lernt man seine eigenen Grenzen kennen und kann sein Element besser einschätzen.“

Er ließ dann seine Waffe verschwinden und ging zum Geländer am Garten und sah in die Ferne, wieder eine Hand an seiner Hüfte.
„Keine Sorge. Ich werde dir noch alles beibringen was du wissen willst.“


Mysk nickte lächelnd und verschränkte wieder die Hände hinter dem Kopf. Er schien glücklich mit seiner Wahl und fühlte sich auch in seiner neuen Umgebung sichtlich wohl. Er lächelte zwar immer ein wenig schwach, aber das lag wohl daran, dass er so etwas wie Glück vorher nie kennen gelernt hat. Wo er auch immer gewesen ist, dieser Ort schien keine Emotionen zugelassen zu haben.
Aeleus schloss einmal die Augen und seufzte leise.
Er wird seine Arbeit schon gut machen.
Er ging langsam und leise wieder in Richtung des Schlosses, wo er weiter an den Nachforschungen des Mordes arbeiten würde.

Ienzo war in seinem Labor und sah die Materialien vor sich genau an. Sie waren sehr selten und einen Fehlschlag konnte er sich nicht leisten. Es musste funktionieren. Sonst wäre all die Arbeit umsonst gewesen. Er schloss noch einmal die Augen und ging gedanklich die Theorie seiner Forschung durch. Als er sich wieder sicher war legte er eine Hand an einen hellblauen, fast transparenten Stein..


Lauriam sah wie in der Ferne die Sonne sich weiter nach oben am Horizont erhob.
„Ich werde den Unterricht für heute erst einmal beenden. Ich wende mich wieder an dich, wenn es weiter geht.“
Mit diesen Worten wischte er sich wieder die Haarsträhnen aus dem Gesicht und setzte sich auf die Mauer.
„Ich denke, du solltest deine Freie Zeit nutzen und dich etwas in der Stadt umsehen, wenn du Interesse hast. Ich muss mir ein paar Gedanken um etwas machen.“

Dann lächelte er wieder und sah weiter zum Horizont. Es würde ein schöner Tag werden, so wie die Sonne dort in der Ferne zu sehen war. Es war zwar etwas bewölkt, aber sonst recht heiter.


Mysk nickte und entfernte sich dann, in Richtung Stadt. Auf die Schatten würde er verzichten, es wäre auffällig, wenn plötzlich Schatten aus dem Nichts auftauchen und ein kleiner Junge heraus trat. Er zog sich seine Tücher ein wenig enger um sich, als wäre ihm kalt.

Aeleus war mittlerweile wieder in seinem Zimmer und saß an dem Schreibtisch. Neben ihm Manus.
„Hast du auch nur eine leise Ahnung, was das unter den Menschen bewirken könnte, wenn sie herausfinden, dass jemand HIER getötet wurde? Wir müssen das verschleiern, sonst verfällt das Vertrauen zu uns.“, sagte der Meister angespannt. Aeleus nickte nur. Er mochte es zwar nicht, wenn man den Menschen etwas verschwieg, doch es musste leider sein.
„Was machen wir als nächstes?“
„Ich werde nachschauen, was ich noch aus der Leiche retten kann und was er mir ‚verraten‘ kann. Vielleicht finde ich ein paar nützliche Hinweise.“
Aeleus nickte wieder, dann entfernte sich Manus wieder. Mit den Ellbogen auf dem Tisch und dem Kopf in den Händen dachte Aeleus weiter nach.
Ich glaube ich sollte mich mal wieder entspannen, ich denke schon wieder zu viel nach. Ich brauche Ablenkung.
Er stand auf und ging an einen Schrank. Diesen öffnete er und holte ein Rätsel heraus. Er setzte sich auf sein Bett und begann mit einem sanften Lächeln das Rätsel zu lösen.

Ienzo gab ein wenig Kraft in den Stein hinein. Dieser pulsierte nun. Er nickte, als könnte er dem Stein zu zeigen, dass es auch ja so bleiben sollte. Daneben war ein Feuerroter Stein, der ein wenig gefährlich aussah. Ienzo betrachtete ihn mit schmalen Augen, dann gab er auch in diese ein wenig Energie. Wieder pulsierte der Stein, jedoch weitaus unregelmäßiger und aggressiver als der hellblaue.
So weit so gut…


Lauriam sah weiter in die Ferne, beobachtete das Wasser das durch die Sonne zu glitzern begann. Er lächelte glücklich, jedoch plötzlich zuckte ein merkwürdiges Gefühl durch seinen Körper. Sofort wich seine strahlende Mine und ehe Schrecken machte sich breit. Seine Pupillen schrumpften mit einem Schlag komplett zusammen und um ihn herum wurde alles dumpf.
Er erinnerte sich wieder, an seinen Traum… an alles…
Er wusste wieder, was diese Nacht passiert ist… der Traum war kein Traum…
Lauriam erinnerte sich daran, wie er durch die Nacht steifte um den Jungen ausfindig zu machen. Er jagte ihn wie ein Tier durch die Straßen der Stadt, bis er ihn endlich im Garten vorm Schloss zu fassen bekam. Der Junge Mann wollte Hilfe im Schloss holen.. leider kam er nicht weit.

Lauriam erinnerte sich, wie kalt sich sein Körper anfühlte. Wie die Dunkelheit sich um ihn bewegte, wie die Fangarme einer dunklen Kreatur. Er erinnerte sich wie er diese Lust empfand. Diese Lust zu töten. Ein Gefühl das er schon seit vielen Jahren nichtmehr gespürt hatte und besonders nicht in solcher Intensität. Er ließ den Jungen leiden… bevor er ihn..
Lauriam stand mit einem Schlag auf und torkelte ein Stück zurück. Er bekam unglaubliche Kopfschmerzen und legte eine Hand auf sein Gesicht um seinen Schmerz zu verdecken.
Doch dann änderte sich seine Aura… er nahm die Hand wieder langsam weg und öffnete die Augen wieder, jedoch etwas war anders. Sein Blick war so kalt und ohne Ausdruck. Er wirkte wie ausgewechselt.


Plötzlich hörte man ein lautes donnern und die Wolken am Himmel zogen sich zusammen und verdeckten die Sonne. Immer wieder donnerte es und blitze schossen durch die Wolken. Auch der Wind wurde stärker. Es wirkte, wie als würde ein starker Sturm auf die Stadt zu kommen, wie aus dem nichts.

Ayleen hörte das Donnern im Labor und schaute zum kleinen Fenster oben am Raum.
„Huh? Was ist den jetzt los?“


Ienzo wurde sofort aus seiner Konzentration gerissen, den Steinen jedoch passierte glücklicherweise nichts. Er ging zum Fenster, den plötzlichen Sturm betrachtend. Auch Aeleus ging zum Fenster und sah nach draußen. Selbst der Junge schien stark verwirrt, als er in der Stadt war, alle Menschen sahen in den Himmel. Wo eben noch die Sonne geschienen hatte war nun alles dunkel, schwarze Wolken verdeckten die Sicht auf den sonst so klaren Himmel, es schien, als würde plötzlich alles Licht aus der Welt weichen. Und allen ging der ähnliche Gedanke durch den Kopf…
Was zum Teufel…


Sicarius stand auf dem Dach des Schlosses und beobachtete was im Garten geschah.
Es hat begonnen…
Plötzlich begann der Meister zu grinsen und seine Augen funkelten durch Wahnsinn.
So ist es gut… folge seinem Ruf, mein Schüler…

Lauriam sah langsam in den Himmel über sich. Durch den Sturm wehten seine Haare wild durch die Gegend.
In seinem Kopf halten Stimmen. Stimmen die immer lauter wurden. Düster…. Kalt… Sie riefen nach ihm. Flüsterten dunkles in sein Ohr. Worte des Todes und des Verderbens. Und sie hörten einfach nicht auf.
Er fing an etwas zu flüstern, jedoch war es kaum zu verstehen, durch das donnern in den Wolken.
In seinen himmelblauen Augen spiegelte sich der schwarze Himmel wieder. Dann fing er an zu grinsen. Es war ein furchterregendes Grinsen.
„Ego adducam mors ..“


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