Mors Discordiae per Ira
Taucht ein in die Welt einer großen Insel, die noch nie vorhergesehene Bedrohungen erlebt. Steig ein, als ein Held oder vielleicht doch nur als normaler Mensch um den Verlauf der Geschichte noch einmal zu ändern.

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BeitragThema: Storyline   Mi Aug 07, 2013 3:57 am


Vergangenheit
Wie kam es zur 6. Ära?



Die Vergangenheit

Es gibt unzählige Bücher darüber, was sich bisher auf dieser kleinen Insel zugetragen hat. Es gibt unzählige Geschichten, Mythen, Legenden... Keiner kennt sie alle. Und auch wenn die Eine oder Andere noch so unwirklich klingt, so steckt doch immer ein wahrer Kern in ihr, so wie in jeder Geschichte, die sich erzählt wird. Nun, früher wurden die meisten Geschichten mündlich erzählt und so hat sich sich mit jeder erneuten Erzählung geändert. Dinge wurden hinzugefügt, andere wieder verworfen... Wie es damals nun einmal war, bevor Schrift und Bild gesellschaftsfähig wurden. Doch schauen wir uns die Bücher an, die noch mit den Worten der Ahnen geschrieben wurden.


[Auszug aus dem Geschichtsbuch der geheimen Bibliothek »Anfänge des Chaos«; Autor: Samael, der Erste; Erzählt aus der 1. Ära]
[...]Früher lebten alle bekannten Völker im Einklang zusammen. Menschen, Hybriden, Elben, Alben, Zwerge, Vampire, Werwölfe und Magier. Nun gut, die Magier als einzelnes Volk zu zählen mag vielleicht falsch sein, da die Magier ein Clan für sich waren, die jede der bekannten Rassen inne hatte, doch es wäre auch falsch, sie nicht zu nennen.
Die Menschen waren für ihren Fleiß bekannt, für ihre Ausdauer und für ihren Willen. Sie waren wohl die besten Arbeiter, die die Insel zu bieten hatte. Sie konnten schneller Häuser errichten als jedes andere Volk, ihr logischer Verstand half ihnen dabei. Die Hybriden, oder auch Gestaltwandler genannt, waren für ihre Flexibilität bekannt und berüchtigt. Starke Wesen konnten schwere körperliche Arbeiten verrichten, für die die Menschen sonst Monate gebraucht hätten. Flinke und bewegliche, kleine Hybriden haben die Insel bis auf die kleinste Ecke auskundschaftet. Jede Möglichkeit wurde genutzt, dass sie hilfreich wurden. Elben waren für ihre Schönheit und Eleganz bekannt, die sie auf alles übertrugen, was mit ihnen zu tun hatte. Sie waren brillante Architekten und hatten kuriose Ideen. Alben, ihre nahen Verwandten, waren begnadete Künstler in allen Gebieten. Zwerge waren mit unter die stärksten Kämpfer der Insel und mit großem Abstand die besten Schmiede der Länder. Werwölfe und Vampire, die sich zwar oft bekriegten konnten auch zu dem Wohl der Insel handeln, indem sie die größten Lebensmittel-Lieferanten waren und ungewöhnlich gute Kleidung herstellten.[...]


[Auszug aus dem Tagebuch eines Reisenden Zwergs; Autor: Turudir (Nachname und Stamm unbekannt); Datum: 3. Ära, 15. Tag des 3. Monats]
Ich befand mich weit weg meiner heimatlichen Gebirge in der Wüste. Es war dunkel, das Nachtgestirn erhob sich vom Horizont und spendete angenehm wenig Licht. Es war fast wie in den Höhlen, meine alten Augen waren nun mal an wenig Licht gewöhnt. Doch in dieser Nacht war etwas merkwürdig. Am Himmel leuchtete ein Stern ganz besonders hell, ein Stern der mir sonst nie aufgefallen war. Ich bin ja auch sonst nicht oft unter freiem Himmel, doch ich weiß, dass kein Stern zuvor so hell strahlte. Ich betrachtete besagten Stern einige Zeit, dann erlosch er plötzlich. Als hätte er seinen letzten Rest an Lebenskraft dafür genommen noch einmal so schön und hell zu strahlen, wie es ihm nur möglich war, um dann ins Jenseits zu wandern. Ich weiß, dass ich diesen Tag nie vergessen werde. Vielleicht würde ich bei den anderen Völkern heraus finden, was es damit auf sich hat. Ich bin davon überzeugt, nichts passiert ohne Grund. Und auch für diesen erloschenen Stern muss es einen Grund geben.


[Auszug aus der Zeitung »Die Insel«; Artikelausschnitt »Elb enttarnt sich als Schutzengel und entfaltet seine Flügel!«; Datum: 3. Ära 4. Tag des 3. Monats]
Ein Elb, der in seinem Volk unter den Namen Seyriel bekannt war, enttarnte sich heute als Engel. Als Beweis für seine wahren Worte entfaltete er unter anscheinend starken Schmerzen 2 schneeweiße Flügel, mit denen er sogar flog, damit sie nicht als Magie abgetan wurden. Die Reaktionen vielen unterschiedlich aus. Manche waren begeistert, andere verschreckt und geschockt. Seine Frau, die er sich schon vor etlichen Zyklen genommen hatte empfand es auf sehr unterschiedliche Weise. Das Wissen, dass die Zyklenlang mit einem Lügner zusammen gelebt hatte, schien sie zu treffen. Doch die Liebe siegte einmal mehr über die Zweifel, sie blieben weiterhin liiert. Der große Aufruhr, der durch die Völker ging legte sich wieder.[...]


[Auszug aus dem Tagebuch Alandara's (Witwe, ehemals liiert mit Seyriel); Datum: 3. Ära, 14. Tag des 3. Monats]
Als ich heute morgen aufstand, da war mein Geliebter nicht neben mir in unserer Bettstatt. Es war ungewöhnlich, da wir normalerweise zur selben Zeit aufstanden. Ich stand also alleine auf und durchsuchte unser Haus in Malverion, ob er dort aufzufinden wäre. Leider erfolglos. Ich kannte zwar keinen Grund, warum er zu früher Stunde das Haus verlassen sollte, vor allem ohne eine einzige Nachricht zu hinterlassen. Zuerst dachte ich, dass er mich vielleicht mit etwas überraschen wolle, auch wenn heute nach meinem Wissen kein besonderer Tag war. Doch auch dieser Gedanke schwand mit den heran nahenden Abend, an dem er noch immer nicht zurück gekehrt ist. Meine Sorge wuchs mit jedem Augenblick, deswegen ging ich zu Freunden von ihm. Doch auch diese konnten mir keine Auskunft über seinen Verbleib geben. Ich würde die nächsten Tage eine Suche nach ihm veranlassen... Ich hoffe nur, dass ihm nichts passiert ist. Unser Kind soll doch einen Vater kennen!


[Auszug aus einem abgefangenen Bericht eines Engels; Datum: 3. Ära 15. Tag des 3. Monats]
Dieser Bericht wurde an alle Engel auf der Insel gesendet. Hiermit wird fest gehalten, dass Seyriel,  in Anbetracht seines Verstoßes gegen die heiligen Gesetze, nach Eden beordert wurde um dort zu verurteilt werden. Jeder weiß, was mit ihm passieren wird. Er wird ins Exil geschickt um dort sein verdorbenes Leben zu beenden. Entweder, bis er durch Erschöpfung stirbt oder sich selbst das Leben nimmt. Für ihn gibt es keinen Ausweg mehr. Es ist eine Schande... Wieder wird ein Stern erlöschen, wieder ein Freund und Bruder gehen. Was bringt sie nur dazu mit den erdlichen Wesen einen solchen Bund einzugehen? Aber darüber zu philosophieren wäre nur Zeitverschwendung...


[Auszug aus dem Tagebuch Seyriels, dem Verbannten; Datum: unbekannt]
Ich hätte es wissen sollen... Keiner dieser Narren, die sich Engel nennen versteht es! Wie hätte ich meine Liebste weiter anlügen können?! Eher wäre ich gestorben! Freiwillig! Doch das hätte vielleicht schlimmere Folgen gehabt, als die Wahrheit zu sagen. Ich habe nichts falsch gemacht! Die Gesetze meiner Heimat sind nicht rechtens! Wieso müssen wir uns versteckt halten? Das macht doch keinen Sinn![...]

Ich weiß nicht wie lange ich schon hier bin. Hier, im Exil, im Jenseits vergeht die Zeit anders als auf der Insel oder anderswo. Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann sind hier Tage auf der Insel Wochen. Jedenfalls proportional gesehen. Die Zeit vergeht hier langsamer. Ich muss hier irgendwie weg!


[Auszug aus dem Tagebuch Alandara's (Witwe, ehemals liiert mit Seyriel, jetzt verlobt mit Harseon); Datum: 3. Ära, 24. Tag des 6 Monats, 3. Jahr]
Heute ist der 2. Jahrestag von mir und Harseon. Obwohl er nichts zu bedeuten hat. Es ist und bleibt mehr eine Vernunftehe. Das Neugeborene braucht einen Vater. Harseon und Ich, wir lieben uns nicht. Wir sind gute Freunde, wir kommen gut miteinander aus. Er kümmert sich wirklich liebevoll um Enelya. Als wäre er ihr leiblicher Vater. Ich weiß, dass er sich schon immer ein Kind wünschte, unabhängig davon, es Junge oder Mädchen. Und ich denke, dass Harseon eine gute Wahl als neuer Gatte war. Er ist weise, stark und er weiß was er tut. Aber ich vermisse Seyriel... Ich weiß, dass ich ihn nie wiedersehen werde... Aber irgendetwas in mir klammert sich so sehr an ihn, dass ich die Hoffnung nicht aufgeben will. Ich weiß, dass es unsinnig ist, aber...


[Auszug aus den Geschichtsbüchern der geheimen Bibliothek; Autor:  Samael, der Erste; Erzählt aus der 5. Ära]
Jedes Jahr, seit sich die Länder Malverion und Salandar gebildet haben, findet an immer demselben Tag ein Fest statt. Es ist der 15. Tag des 6. Monats, die Mitte des Jahres. Und so auch in der 5. Ära. Es war ein warmer Tag, selbst in den Wäldern Malverions, wo alle 2 Jahre das Fest stattfand. Doch die Hitze störte die gewaltige Menge kaum. Es wurde getrunken und getanzt, von morgens bis spät in die Nacht hinein. Es war ein Tag der Freude und der Ausgelassenheit. Die Sorgen waren wie weg geblasen... Normalerweise. Doch an diesem einen Tag sollte alles anders kommen. Die 5. Ära war wohl die kürzeste von allen, da sie nur ein halbes Jahr lang hielt. Denn jede neue Ära beginnt mit einem Wunder... oder einer Katastrophe...


[Auszug aus den Legenden des Gefallenen; Autor: Magdalena Harviston; Anfang der 6. Ära]
Die Feier war wie jedes Jahr ausgelassen und voller Freude. Doch wir wussten nicht was uns erwartet. Es war schon spät, das Tagesgestirn ergab sich dem Nachtgestirn und die Sterne strahlten hell und versuchten mit dem Mond gleich zu kommen. Auch wenn sie es wahrscheinlich nie schaffen würden. Doch heute war etwas anders. Ein Stern war strahlend hell, wie in jener Nacht, an dem ein Stern erlosch, kurz nachdem er hell erstrahlte. In dieser Nacht war es ähnlich. Ich betrachtete den Stern gebannt und wartete darauf, dass etwas passierte, dass sich etwas veränderte. Doch es tat sich nichts, selbst als ich mehrere Bruchteile der Unendlichkeit darauf starrte. Andere taten es mir gleich, als sie sahen wo ich hin sah. Langsam aber sich desinteressiert wandte ich meinen Blick ab und wollte mir wieder etwas zu essen holen, doch plötzlich brüllte einer der Zuschauer auf. »Seht, der Stern! Er färbt sich rot!« Sofort wandte sich mein Blick wieder gen Himmel. Und der Ausrufer hatte Recht. Der Stern wurde rot, Blutrot. Plötzlich verzog sich der Himmel. Aus dem Nichts tauchten dunkle, fast schwarze Wolken auf, wie ich sie noch nie zuvor gesehen hatte. Alles verdunkelte sich, die dunklen Wolken nahmen die Sicht auf das Gestirn und die anderen Sterne. Man sah die Hand vor Augen nicht mehr. Dann, nach wenigen Sekunden lüftete sich die Wolkendecke wieder, der Stern fiel durch die Wolken! Er war so schnell, dass in der dichten Decke ein Loch klaffte und die Wolken die Bahn nachzogen, die der Stern fiel. In Bruchteilen von Herzschlägen schlug der Stern ein. Ein riesiger Krater bildete sich, ich hörte nur noch Schreie von den unterschiedlichsten Rassen dieser Insel. Viele starben, allein bei dem Aufprall. Ich selbst war zum Glück weit davon entfernt, doch Angst hielt mich nicht auf. Ich rannte zu dem Krater, als Erste sah ich was geschehen war. Es war kein Stern, der gefallen war...

Es war ein Lebewesen! Ich sah, wie eine Gestalt zuerst kniete und sich dann langsam erhob. Er trug eine schwarze Rüstung, schwarz wie die Wolken am Himmel. Der Helm verbarg des größten Teil des Gesichtes, doch ebenfalls pechschwarze, lange, glatte Haare. Ich selbst wich einen Schritt zurück. So einen Aufprall konnte kein Lebewesen überleben! Doch wie ich in den nächsten Herzschlägen erkannte, handelte es sich um kein gewöhnliches Lebewesen. Der unbekannte bäumte sich auf und entfaltete 2 schwarze Flügel. 2 rote Augen blitzten kurz unter dem Helm auf. Er sprang behände aus dem Krater, als würde die Rüstung nichts wiegen! Dann ertönte seine tosende Stimme, dunkel, aufbrausend und absolut böse. »Alandara! Ich bin zurück!«

Meine Augen weiteten sich vor Schreck, so war dieses dunkle Geschöpf, von dem eine solch finstere Aura ausging tatsächlich Seyriel, ehemaliger Gatte dieser schwer getroffenen Elbin? Ich wollte es nicht glauben. Sein Ruf hallte über die ganze Insel und erreichte die Frau, die sich ebenfalls auf dem Fest befand und ohnehin schon zum Krater eilte um zu sehen was geschehen war. Mit ihr lief Harseon. Beide kamen nach kurzer Zeit an. Der Engel musterte beide und er nahm den Helm ab. Alandara entwich ein kurzes Keuchen, sie hielt sich die Hand vor dem Mund. Harleon stellte sich sofort schützend vor sie. »Was auch immer du bist, du fasst sie nicht an!« Ein Lächeln trat auf die Gesichtszüge Seyriel's. Doch es wirkte finster und wahnsinnig. Er spürte, was die beiden verband, doch er schien es nicht ganz zu verstehen. Ich sah noch, wie Seyriel voran stürmte und ich sah etwas in seiner Hand funkeln, doch dann war es schon zu spät. Die Augen Harleons wurden groß, doch dann blass und er fiel leblos um. Eine Blutlache bildete sich unter ihm. Jetzt brach Chaos aus. Alle Anwesenden griffen zu allem, was sie als Waffe hätten benutzen können und wollten auf den gefallenen Engel, doch bevor es zu einem wirklichen Massaker kam, erschien ein helles Licht, vor dem alle zurück wichen... Selbst Seyriel...


[Auszug aus dem Bericht eines Engels; Datum: Anfang der 6. Ära]
Ich berichte hiermit von dem Vorfall Seyriel, dem Verbannten. Alle geschriebenen Worte entsprechen der Wahrheit und nur der Wahrheit, das schwöre ich bei unserem Herrn.

Es war ein Festtag auf der Insel, wie es schien. Eine große Masse an Inselbewohnern jeder Rasse hatte sich versammelt. Kurz nachdem Seyriel die Insel wieder betreten hat bekam ich den Auftrag ihn auszulöschen. Möglichst ohne weitere Opfer. Ich zögerte nicht lange und machte mich sofort auf den Weg. An besagtem Ort angekommen erwartete mich Seyriel bereits. Sofort zog ich meine Waffe und machte meine Kräfte bereit. Ein heftiger Kampf entbrannte. Ich, als stärkster meiner Einheit, muss zugeben, dass Seyriel ein mehr als ebenbürtiger Gegner war, da ich weder den Kampf gewann, noch verlor. Wir beide trugen schwere Verletzungen davon, doch ich weiß, dass er sich wieder erholen würde. Mein eigentlich Auftrag ist gescheitert, deswegen erbitte ich Unterstützung. Ich habe bereits mit dem König von der Stadt Malverion gesprochen, er hat uns eine Unterkunft bereit gestellt.[...]


[Auszug aus den Memoiren des Königs von Salandar: Maromon; Datum: 6. Ära, 17. Tag des 6. Monats (2 Tage nach dem Vorfall des Gefallenen)]
Ich dachte eigentlich, dass es wieder ein ereignisloser Tag werden würde. Es langweiliger Morgen, ein langweiliger Mittag. Es passierte absolut nichts oder das ganze Land schien den Schlag von vor 2 Tagen noch zu verdauen. Doch heute sollte für mein Land noch einmal ein besonderer Tag sein.

Ich saß auf meinem Thron, wie ich es gelegentlich tue um nachzudenken, als die großen Tore meines Palastes aufschwangen. Zu mir in den Saal gestrauchelt kam ein schwarz gekleideter Ritter, ich wusste sofort um wen es sich handelte. Seyriel, der gefallene Engel. »Wachen!« rief ich und sofort kam meine Leibgarde zu mir, die ihre Waffen zog. Auch ich erhob die schwere Axt, die an meinem Thron lehnte. Doch der Engel fiel vor den Füßen meiner Wachen auf die Knie und er beugte das Haupt.

»Verehrter König Maromon, ich bin hier um euch zu warnen! Erhört meine Worte bevor ich über mich urteilt.« Ich überlegte und willigte ein, mich sollte auch keiner verurteilen bevor ich zu Wort gekommen bin. »Aber zuerst eine Frage: Warum hast du so viele Menschen getötet?«
»Mein Volk verbannte mich ins Exil um dort zu sterben. Doch ich musste zurück kehren, zu Alandara. Es war die einzige Möglichkeit zurück zu kehren. Mir war nicht bewusst, dass wir gerade das Jahresfest feiern.«
»Du müsstest eigentlich wissen, dass wir dieses Fest jedes Jahr feiern. Lügst du mich an?!
»Nein, nein. Ich versteht nicht! Im Exil vergeht die Zeit anders als hier. Während ich dort einen gefühlten Umlauf verbracht habe, mag bei euch eine Splitter der Unendlichkeit vergangen sein. Ich wusste nicht mehr, welche Zeit hier weilt. Hätte ich gewusst, dass sich so viele Leben versammelt haben, hätte ich dich nie mit Vorsatz einen solchen Sturzflug hingelegt!«
»Wieso hast du Harseon umgebracht?«
»Ein unverzeihlicher Akt der Wut. Ich weiß, dass es zu spät ist sich zu entschuldigen. Aber der Zorn überwältigte meinen Verstand und nahm Überhand. Was würdet ihr tun, wenn euer Weib sich einfach einen neuen Gatten sucht, obwohl sie nicht sicher sein kann, dass ihr tot seit...«
»Zügelt eure Worte!«
»Verzeiht, Herr.«

Ich dachte über seine Worte nach, die allesamt logisch wären. Aber kann ich sicher sein, dass sie wahr sind?
»Woher weiß ich, dass ihr die Wahrheit sprecht?«
»Ich bitte euch mein Herr, ihr müsst mir vertrauen. Ich schwöre auf alles was ich habe, auf mein Leben auf meine Seele!«
»Gut, erzählt, was ihr erzählen wolltet.« raunte ich nun. Ich war nicht unbedingt überzeugt, doch ich fürchtete, dass mir wichtige Details entgehen, wenn ich ihn einfach töten würde.

»Danke mein Herr. Hört mir gut zu. Die Engel, mein Volk, sind nicht so heilig und gutmütig, wie sie es vorgeben zu sein. Sie täuschen vor für eine gute Sache zu kämpfen, nur damit sie mehr Macht bekommen, als sie ohnehin schon haben. Die Gier treibt sie an. Bald werden sie auch hier ihre Zelte aufschlagen und beginnen, diese wunderschöne Insel zu erobern. Sie kennen keine Gnade und kein Erbarmen. Sie sind skrupellos. Ich kenne ihre Pläne nicht genau, doch ich weiß, dass man sie aufhalten kann. Ich brauche nur noch mehr meinesgleichen, damit wir ihnen eine gleichstarke Armee entgegensetzen können.«

»Das reicht.« unterbrach ich ihn, ich war überzeugt. Eine solche Gefahr war nicht zu missachten. Und selbst wenn er log, könnte ich ihn noch immer auslöschen. [Ende]


So begann die 6. Ära, die Ära des Krieges zwischen Engeln und Gefallenen...


Gegenwart
Wie sieht es jetzt aus?


Gegenwart

»Oh, verzeiht Fremder, ich habe euch nicht bemerkt. Heutzutage sehe ich so viele Fremde Gesichter, dass ich nicht mehr genau weiß, wer wer ist. Wie bitte? Ihr wollt wissen was hier zur Zeit vor sich geht? Lest doch einfach die Zeit- Ach, ich verstehe. Der Zeitung ist ja auch nicht mehr zu trauen. Ihr wollt also eine Geschichte von dem alten Geschichtenerzähler Marcus hören, was? Dann hört mal gut zu, Fremder... Denn diese ist wahrlich außergewöhnlich.«

Nachdem schon 5 Jahre in der 6. Ära vergangen seit, die damit begann, dass sich der erste gefallene Engel und ein Engels Edens bekämpft hatten, hat sich auf der Insel viel verändert. Die Tatsache, dass Salandar die Gefallenen beherbergt und Malverion die, von Eden, brachte Zwietracht unter die einst friedvollen Länder. Immer wieder gibt es Streitigkeiten unter den Bürgern, die nahe den Grenzen lebten oder arbeiteten. Manche Völker hatten sich vollkommen abgespalten, wie zum Beispiel die Vampire und Werwölfe, die nur noch auf ihren Inseln lebten. Die einzige Möglichkeit sie wirklich zu erreichen lag über See, mit Schiffen über die Häfen. Und so sieht auch momentan die ganze Situation aus! Die Engel auf der Seite Edens wollen alle Gefallenen ohne Ausnahme auslöschen. Die Gefallenen behaupten, dass sie die Insel vor den Machenschaften der Engel beschützen wollen, weil diese vor haben die Insel zu unterjochen und zu einem neuen Sitz zu machen. Was ihr davon glaubt und was nicht ist euch überlassen. Auf welche Seite ihr euch stellt ist ebenfalls euch überlassen. Aber lasst euch gesagt sein: Es steckt noch sehr viel mehr hinter allem, das habe ich im Gefühl. Irgendwann wird etwas passieren, dass die beiden Länder wieder zusammen schweißt... Aber bis dahin, hört euch die Meinungen der Bürger an! Sie werden euch wohl am Besten sagen können, was sie von allem halten.


[Aus einem Gespräch eines Bürgers von Salandar]
Die ganze Geschichte mit den Engeln? Etwas, dass mich herzlich wenig interessiert. Ich bin nur ein einfacher Schneider, der versucht über die Runden zu kommen. Was soll ich groß dazu sagen? Ich halte mich aus den politischen als auch ethischen Ansichten heraus. Mir ist es egal, auf welcher 'Seite' wir stehen. Mir ist es nur wichtig, dass unser König seinen Grundsatz behält: Den Schutz und die Freiheit. Das ist mir das Wichtigste. Wenn das nicht mehr gewährleistet wird, dann habe ich keinen Grund mehr hier zu bleiben.


[Aus einem Gespräch eines Adligen von Salandar]
Die Wendung, die die Insel in den letzten Zyklen durch gemacht hat war interessant zu beobachten. Ich bin klarer Verfechter der Gefallenen. Sie sagen die Wahrheit und wollen nichts Böses. Sie wollen uns beschützen und bieten sich freiwillig an! Sie brauchen keinen Sold, wie Söldner einen brauchen oder andere Soldaten. Sie machen es, als wäre es eine Selbstverständlichkeit. Außerdem haben sie soviel Erfahrung und Wissen! Wie lange hätten unserer Völker gebraucht hätten, sich dieses Wissen anzueignen? Noch viele, viele hundert oder tausend Zyklen! Sie sind eine Bereicherung für die Insel. Aber diese Idioten von Malverion wollen das ja nicht verstehen! Sie halten zu diesen verräterischen Engeln! Pah! Ihnen wird noch der Verstand eingeprügelt, wenn wir erst einmal die Engel vertrieben haben!


[Aus einem Gespräch eines Adligen aus Malverion]
Es sind harte Zeiten. Seit der erste Gefallene vom Himmel erschienen ist gab es nur noch Probleme auf der Insel. Ich hoffe nur, dass die Legion, die wir hier haben mithilfe unserer Armee die Gefallenen endlich beseitigen können. Sie werden diese Insel verunreinigen und danach wird sie nicht mehr zu retten sein, das hat uns die Legion gesagt. Und es sind Engel, sie müssen Recht haben. Warum sollten sie uns anlügen? Ich bete zu den Göttern, dass es ein gutes Ende nehmen wird. Das Volk Salandars wurde doch nur von den Gefallenen manipuliert, sie wissen nicht mit was sie es zu tun haben. Ich hoffe, dass sie wieder zu Sinnen kommen, wenn die Gefallenen erst einmal weg sind.


_______

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