Mors Discordiae per Ira
Taucht ein in die Welt einer großen Insel, die noch nie vorhergesehene Bedrohungen erlebt. Steig ein, als ein Held oder vielleicht doch nur als normaler Mensch um den Verlauf der Geschichte noch einmal zu ändern.

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 Nebenplay - Sinist&Fynn

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BeitragThema: Nebenplay - Sinist&Fynn   Mi Apr 15, 2015 8:09 am

Es ist nun schon lange her, dass Alrik das heimatliche Gebirge verlassen hat. Er hat die Tage, Wochen und Monate nicht gezählt, doch wenn er schätzen müsste, es wären sicher an die drei Jahre. Seitdem ist er pausenlos unterwegs. Manchmal fragt er sich, was ihn an die Oberfläche getrieben hat. Die Zwerge sind dafür geboren in der Dunkelheit des Steins zu leben, der kompletter Körper ist darauf ausgerichtet. Im Sonnenlicht sind sie geblendet und fühlen sich unwohl. Eigentlich. Entweder hat er gelernt, das Gefühl über die Jahre zu ignorieren, oder er hatte es nie. Doch das sind Gedanken, mit denen er sich nahezu jeden Tag auseinandersetzt. Oder auseinandersetzen muss. Letztendlich trieb ihn die Neugierde dazu, die Reisen zu beginnen und Heimat und Familie hinter sich zu lassen. Und auch wenn aller Anfang schwer war, so hatte er sich nun an das Leben gewöhnt.

Derzeit durchschritt er den großen Wald, sein Weg würde in nach Malverion, zu einem alten Bekannten führen. Von dem Kampf zwischen Malverion und Salandar hält er herzlich wenig, dies interessiert ihn nicht, solange er nicht dazu gezwungen wird, sich dafür zu interessieren. Und letzteres kann im Grunde nur passieren, wenn er gezwungen ist zu kämpfen.
Das Gras unter seinen Füßen fühlte sich trotz der jahrelangen Erfahrung noch immer fremd an. Es war weich und gab nach, genau wie die Erde darunter. Und außerdem dieses stechende Grün... Er assoziierte dieses Grün immer mit Smaragden, obwohl die Edelsteine für seinen Geschmack weitaus schöner waren. Und wertvoller.
Er folgte einem kleinen Pfad, der sich durch den halben Wald zu ziehen schien. Er war recht schmal und nicht gepflastert und man konnte deutlich erkennen, dass auch Tiere diesen Pfad zu gebrauchen pflegten. Und da Alrik nicht unbedingt viel von Wäldern hielt war er angespannt und jederzeit Bereit die kleine Kriegsaxt von seiner Hüfte zu nehmen und sich zu verteidigen. Obwohl er nicht wusste, was in dem Wald alles lauerte.. oder eben nicht lauerte.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Mi Apr 15, 2015 8:59 am

Fynn war bereits seit einiger Zeit in diesem Wald, in ihrer Fuchsgestalt fühlte sie sich hier durchaus wohl. Es war in ihren Grundinstinkten verankert, dass sie sich hier sicher fühlte. Sie kannte sich aus und sie wusste, wie sie hier überleben konnte - zumindst theoretisch. Sie war keine geschickte Jägerin, auf Grund ihrer Jugend und vor allem ihrer praktisch nicht vorhandenen Erfahrung. In dieser Hinsicht war es praktisch Selbstmord, noch immer nach ihrem verschollenen Bruder zu suchen, aber die Sehnsucht trieb sie immer weiter.

Bereits seit sicherlich einigen Stunden lag sie am Rand eines schmalen Pfades, der auch von Tieren gern genutzt wurde. Sie war dem Pfad noch nie besonders weit gefolgt, es hatte sie einfach nie interessiert und auch jetzt war sie nur hier, weil es ihr asl Orientierungspunkt diente. Zudem gab es hier einige Stellen, an denen sie nahezu unsichtbar wurde - was sicherlich in erster Linie ihrem bemerkenswert kleinen Fuchskörper zuverschulden war. Das weiche Gras war angenehm, machte sie schläfrig, erst das nagende Hungergefühl brachte sie dazu, sich träge zu strecken und sich auf ihre vier Pfoten zu erheben.
Gerade wollte sie einen Schritt aus ihrem Versteck heraus auf den Weg machen, als sie ein verräterisches Geräusch nicht weit von sich hörte. Schritte? Zu schwer für ein kleines Säugetier, überhaupt zeugten die Schritte von einem Wesen, das auf zwei Beinen ging. Damit ließen sich die Tiere schon mal ausschließen. Neugierig streckte sie die Nase in die Luft und versuchte am Gerruch zu erraten, womit sie es hier zu tun hatte. Auch das gab ihr nicht viel Aufschluss.
Kurzerhand kauerte sie sich flach auf den Boden, angespannt um jederzeit aufspringen zu können und wartete. Kaum kam der Zwerg - zumindest vermutete sie es als solchen - in ihr Blickfeld, rückte sie neugierig etwas weiter vor. Mit aus vielerlei Gründen angelegten Ohren setzte sie eine Pfote vor die Andere, erhob sich dann und blickte dem Zwerg neugierig entgegen. Das Hungergefühl war vergessen, obwohl eine Maus gar nicht weit von ihr im Gras zu hören war, für ihre Ohren zumindest.
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Mi Apr 15, 2015 9:13 am


Noch vollkommen in seine Gedanken versunken registrierte der Zwerg nicht sofort, was direkt vor ihm geschah. Mit sich selbst redend, oder viel mehr grummelnd, ging er leeren Blickes weiter voraus, bis ihm plötzlich ein Fuchs in die Augen fiel. Nur die Färbung des Fells, welches sich vom Boden abhob, hatte es ihm ermöglicht, das Tier überhaupt zu bemerken. Abrupt blieb er stehen und kippte fast nach vorn über, wenn er sich nicht im letzten Moment gefangen hätte. Etwas überrascht betrachtete er das Wesen vor ihm. Es passierte ihm zunehmend selten, dass ihm Tiere über den Weg liefen, außer sie waren deutlich größer als er und hatten vor ihn zu verspeisen. Aber als er das kleine, fellige Knäuel dort vor sich sah wusste er instinktiv, dass dieses Tier im Gegensatz zu Bären oder Wölfen eine geringere Gefahr darstellte.
Seine Anspannung wich, allein um dem Tier, dessen Name er nicht kannte, keine Angst einzujagen. Stirnrunzelnd ging er in die Hocke, was ihn noch kleiner werden ließ als ohnehin schon und versuchte mit dem Fuchs auf Augenhöhe zu kommen.
"Na, Kleiner? Ganz allein hier?", fragte Alrik. Er wusste zwar, dass Tiere nicht sprechen konnten, und vermutlich auch nicht verstehen, aber es war gut endlich etwas zu sagen, das NICHT an ihn selbst gerichtet war.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Mi Apr 15, 2015 9:28 am


Fynn beobachtete mit natürlichem misstrauen, wie die Anspannung des Zwerges wich, auch wenn sie den Grund dafür beim besten Willen nicht erahnen konnte, bisher war ihr soetwas auch noch nicht passiert - wobei sie sich auch nicht oft irgendjemandem zeigte. Dann ging der Zwerg in die Hocke, was den kleinen Fuchs noch mehr verblüffte. Als sie dann aber angesprochen wurde sah sie ihre Chance das Verblüffen einmal umzudrehen.
Vorsichtig ging sie näher zu dem Zwerg und schnupperte an ihm, ehe sie eine Pfote ausstreckte und ihn damit anstupste, wie eine Katze die schaute, ob ihre Beute auch tot war. Erst dann sah sie dem ihr Fremden in die Augen und nickte, zumindest konnte man es als Nicken deuten, es war gar nicht so einfach sich in dieser Form zu verständigen. Wobei das für gewöhnlich auch nicht nötig war, sie hätte ja ihre humanoide Form annehmen können. Nun zumindest hätte sie das gekonnt wäre sie nicht zu erschöpft für diesen Aufwand gewesen.
Das fellige Knäul mit Namen Fynn strich um den Zwerg herum, drückte sich schließlich kurzzeitig auf die Hinterläufe und kam so mit dem Zwerg auf Augenhöhe. Hätte die eigentlich Blonde in dieser Gestalt lächeln können, hätte sie es getan. Da sie das aber nicht konnte musste es genügen dass sie die Ohren neugierig aufstellte und leicht mit dem Schwanz zuckte.
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Mi Apr 15, 2015 9:40 am


Alrik bewegte sich kein bisschen, als der Fuchs auf ihn zu kam. Er wollte ihn unter keinen Umständen erschrecken. Auch wenn ihm das Schnuppern befremdlich vorkam, genau wie auch das Anstupsen, bewegte er sich nach wie vor nicht. Die Berührung war sanft, kaum merkbar. Wäre er noch in seiner alten Rüstung, so hätte er es nicht bemerkt, es war ja so schon kaum merklich. Ein aufregendes Kribbeln durchlief seinen Körper, so etwas war ihm noch nie passiert. Auch wenn er sich immer mehr zum Stein hingezogen fühlen würde, die Pflanzen- und Tierwelt hielt auch ein paar wunderschöne Überraschungen parat, über die er sich freute.
Als das Tier jedoch nickte wurden die Augen des Zwergs groß. Zunächst musste er die Bewegung an sich erst einmal deuten, bevor er es als Nicken identifizieren konnte. Doch selbst nachdem er noch einmal darüber nachdachte, war er sich noch immer unsicher. Irritiert starrte er das Wesen an und zog eine Augenbraue in die Höhe. Er wusste nicht viel über die Tiere, er kannte Bären, Wölfe und Hasen... Aber etwas vergleichbares war ihm noch nicht untergekommen. Also schien es doch Tiere zu geben, die verstehen konnten und seine Freunde im Gebirge hatten Unrecht. Wenn er ihnen das eines Tages erzählen würde, sie würden ihm nicht glauben!
Als sich der Fuchs anschließend noch aufstellte war er komplett überrascht und ließ sich daraufhin auf sein Hinterteil fallen, wo er nun saß.
"Kannst du mich ... verstehen?", fragte Alrik vorsichtig. Zum Einen hatte er das Gefühl sich gerade lächerlich zu machen, das konnte doch unmöglich wahr sein. Träumt er? Doch zum Anderen... Wenn er nicht fragen würde, würde er es nicht heraus finden.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Mi Apr 15, 2015 9:52 am


Irgendwo machte es Fynn misstrauisch, das der Zwerg sich schlichtweg nicht bewegte, andererseits fand sie es aber auch recht angenehm einmal jemand so ruhigem zu begegnen. Auf ihr Nicken reagierte er wie erwartet mit großen Augen und einer hochgezogenen Augenbraue. Nun gut man traf auch nicht jeden Tag einen Fuchs der ganz offenkundig jedes Wort verstand. Andererseits war sie auch kein gewöhnlicher Fuchs sondern ein Hybrid und selbst da war sie noch einmal ganz eigen. Natürlich jeder von ihnen war eigen, aber sie stufte es nicht als gewöhnlich ein, dass Hybriden die in ihrer Tiergestalt lebten begannen mit jemandem zu kommunizieren, wenn man es so nennen wollte, aber etwas anderes fiel ihr nicht ein, um das zu umschreiben was sie gerade tat.

Ob der Zwerg überhaupt wusste, dass sie vielleicht kein normales Tier war? Ob er überhaupt wusste was ein Fuchs war? Die Vorstellung dass er es nicht wusste war genauso amüsant wie möglich. Soweit sie wusste bevorzugten die Zwerge doch Berge und dort gab es keine Füchse oder eher weniger.

Während sie noch überlegte war der Zwerg auf seinem Hinterteil gelandet, sodass sie neben ihn treten konnte, wieder auf allen Vieren versteht sich. Dort setze sie sich einfach hin und ringelte den fluffigen Schwanz um die kleinen Pfoten. Sie überlegte ob sie auf seine Frage antworten sollte oder nicht, wenn er weitere Fragen stellen würde, würde sich das Antworten irgendwann als schwierig erweisen. Dennoch .. sie war neugierig. Fynn hatte zuvor nur andere Hybriden gesehen und Menschen, vielleicht auch Magier, so sicher war sie sich da nicht. Aber einen Zwerg hatte sie noch nie gesehen, davon wusste sie nur, weil ihr Bruder ihr darüber erzählt hatte. Der Gedanke an ihn tat weh, sodass sie sich rasch wieder ihrer neuen Bekanntschaft zuwandte und erneut nickte. Diesmal gelang ihr die Geste deutlich besser und erkennbarer.
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Do Apr 16, 2015 7:40 am


Alrik kniff für einen Moment die Augen zusammen und rieb sie sich. Er konnte einfach nicht glauben, dass ein Tier ihn tatsächlich verstand. Als er die Augen wieder öffnete saß der Fuchs noch immer dort. "Du kannst mich verstehen ...", murmelte er, mehr an sich selbst gerichtet. Tausende Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Hatte er ein neues Tier entdeckt? Oder war dieses Wesen so selten und es hatte sich ausgerechnet IHM gezeigt? Gedanklich schüttelte er den Kopf, weder hatte er so viel Glück, noch haftete besonderes Schicksal an ihm. Aber bevor er sich darüber den Kopf zerbrach, was er sicherlich tun würde, wenn er jetzt wieder allein wäre, akzeptierte er die Situation so wie sie war. Daran ändern konnte und wollte er nichts. Es war schön endlich in Gesellschaft zu sein. Auch wenn diese nur in Form eines Tieres existierte und dieses Tier auf seine Fragen wohl nur bedingt antworten konnte.

Er drehte sich etwas zu dem neuen Freund, das hatte er nun einfach beschlossen, nahm seinen Rucksack vom Rücken und kramte darin herum, bis er fand, was er suchte. Er brachte ein halbes Stück Brot hervor, welches er sich eigentlich für den Weg nach Malverion einteilen wollte, doch er wollte seiner neuen Bekanntschaft etwas Gutes tun. Also riss er ein kleines Stück davon ab, legte es in seine Handfläche und hielt sie dem Wesen hin. "Hast du vielleicht Hunger? Siehst n bisschen schmal aus, Kleiner.", raunte er freundlich und lächelte wieder.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Do Apr 16, 2015 8:01 am

Fynn streckte sich ein bisschen, als der Zwerg - wie hieß er überhaupt? - in seinem Rucksack herumkramte, viel sehen konnte sie nicht, so dass ihre Neugierde letztendlich unbefriedigt blieb, aber sie konnte auch nicht alles in ihrem Leben haben. Der Zwerg zumindest schien die Situation eines Tieres das ihn verstand einfach zu akzeptieren. Also war er entweder wirklich sehr weltoffen oder er wusste dass sie ein Hybrid sein musste - sollte keins von beidem zutreffen konnte sie sich auch keinen Reim auf sein Verhalten machen.

Misstrauisch schnupperte sie an dem Brot, dass er ihr hinhielt. War das nicht zu viel ...Zutraulichkeit einem fremden Tier gegenüber? Konnte sie in dieser Form überhaupt gewöhnliche Nahrung verdauen? Versucht hatte sie es noch nie, aber der Magen des kleinen Fuchs-hybriden meldete sich wieder, was sie diese Zweifel schnell zur Seite schieben ließ. Außerdem beruhigte das Lächeln sie ein wenig. Vorsichtig, um den Zwerg nicht versehendlich mit den nicht zu unterschätzenden Zähnen zu verletzen, nahm sie das Brot zwischen genannte Zähne und hob den Kopf ein wenig, damit sie das Brot schlucken konnte ohne es noch einmal ablegen zu müssen. Es sah vermutlich interessant aus, was sie da veranstaltete, aber es war nicht ungewöhnlich, sie hatte dieses Verhalten bei einigen Tieren beobachten können und es auch von diesen übernommen - und es funktionierte. Sacht, dankbar leckte sie die Hand des Zwergs ab - eine weitere Angewohnheit der Tiere, langsam färbten diese doch mehr als gewollt auf sie ab.

Fynns Ohren drehten sich nach links, als sie das Geräusch eines Hasen vernahm. Ein junger Hase wenn sie sich nicht irrte, nicht besonders groß, aber genügend für ihr Vorhaben. Sie drückte sich flach auf den Boden und schlich sich an den Hasen an. Der Wind stand günstig, sodass das kleinere Tier sie nicht wittern würde, machte sie keinen Fehler. Leider trat sie auf einen kleinen Zweig, der verräterisch knackte und den Hasen vorwarnte. Sofort rannte das Hasenjunge los. Diesmal zu Fynns Glück war es eben noch ein Kind, sodass sie ihm nachsetzen, es fangen und mit einem schnellen Biss der ihm das Genick brach töten konnte. Einer der Vorteile, wenn beim Jagen das Tier in ihr Überhand gewann: Sie zeigte keinerlei Hemmungen zu töten oder ihre Beute zu verletzen. Normalerweise wäre ihr das sicherlich deutlich schwerer gefallen.
Mit dem Hasen im Maul tapste sie zu dem Zwerg zurück, wobei sie den Kopf in den Nacken legen musste, um das tote Säugetier vom Boden fern zu halten, so hängend war es größer als sie gedacht hatte. In erster Linie dank der langen Hinterläufe. Mit stolz aufgeplustertem Fell legte sie den Hasen vor dem Zwerg ab und schob ihn mit einer Pfote zu ihm, während sie den Kopf leicht zur Seite legte.
Eigentlich hätte sie ihre menschliche Form annehmen können, aber zum einen wäre das Jagen dann schwierig geworden und zum anderen wollte sie ihrer Bekanntschaft erst auf diese Weise danken und je nach Reaktion konnte sie sich immer noch entscheiden, mit ihm zu sprechen.
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Do Apr 16, 2015 8:17 am


Alrik erfreute sich an dem Tier, welches ihm das Brot mit großer Vorsicht aus der Hand nahm um es zu fressen. Die Vorsicht wäre, seiner Meinung nach, gar nicht nötig gewesen, seine Hände hatten schon sehr sehr viel erlebt. Sie waren groß, dick und rau. Es waren Arbeitshände, die ihr Handwerk nie vergessen würde. Und schon viele, sehr viele Verletzungen haben diese Hände davon getragen. Schwerste Verbrennungen, tiefe Schnittwunden, gefährliche Brüche ... die Liste war lang. Doch Zwergenblut war dicker, als manch einer dachte und er hatte all dies und noch viel mehr überlebt. Nur abgeleckt wurden sie noch nie ... Und als er feststellte, dass es ein wenig kitzelte und doch angenehm war fing er ein raues, aber herzhaftes Lachen an.
An manchen Tagen, an denen er sich besonders einmal fühlte, wünschte er sich zurück in den Berg zu seiner Familie, seinen Freunden und seinen Clan. Er könnte, jederzeit, alle würden ihn vermutlich mit Freuden wieder aufnehmen. Doch er wusste, sobald er wieder länger dort wäre, würde es ihn erneut in die Außenwelt treiben und er würde wieder gehen. Also ersparte er sich und allen anderen dieses Prozedere und blieb dort, wo er gerade war. Vermutlich wäre genau heute ein solcher Tag gewesen, wäre dieses Tier nicht aufgetaucht, das ihn immer und immer mehr faszinierte. Als das Wesen sich jedoch plötzlich so flach auf den Boden drückte war er, einmal mehr, irritiert. Hatte das Tier etwas gehört? Mit zusammengekniffenen Augen versuchte er die Umgebung abzusehen, doch seine Augen waren für die Oberfläche einfach nicht geschaffen. Erst als sein neuer Freund das Jagen begann konnte er feststellen, was er überhaupt jagte. Einen kleinen Hasen.
Und nach getaner Arbeit, seine neue Bekanntschaft war sehr schnell, brachte er sein Opfer zu Alrik, welcher zunächst mit großen Augen dieses Geschenk betrachtete und anschließend mit einem großen Grinsen "Danke!" sagte. Er nahm den Hasen hoch und betrachtete ihn ein wenig, dann nickte er. "Nun ... Ich weiß nicht, wie's bei dir ist, aber ich esse kein rohes Fleisch. Ist du auch Gebratenes?", fragte er mit einer Mischung aus Entschuldigung und Freude in seinem Gesicht. "Wenn, dann würde ich's mit dir teilen wollen.", hing er noch als kleine Erklärung für seine Frage an.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Do Apr 16, 2015 8:32 am

Fynn war für einen Moment erschrocken, als der Zwerg lachte, sie konnte dieses Geräusch erst gar nicht richtig zuordnen. Es war lange her, dass sie jemanden hatte lachen hören und noch länger war es her, dass sie selbst gelacht hatte. Ehrlich und aufrichtig. Ihr Bruder hatte immer gesagt sie klänge wie kleine Glöckchen wenn sie lachte, hoch aber nicht schrill, schon anders war es da, wenn man sie erschreckte oder kitzelte und sie unwillkürlich quietschen musste. Aber das alles blieb ihr in dieser Form ohnehin verwährt.

Als er das Geschenk annahm leckte sie sich zufrieden über eine Vorderpfote um sich damit über die Ohren zu streichen, das war mit eine der schönsten Sachen an Füchsen: Sie konnten sowohl katzenhaftes, wie auch hundeartiges Verhalten an den Tag legen, keins von beidem wirkte irgendwie falsch oder unpassend. Auch etwas, dass sie von ihrem Bruder gelernt hatte, der ebenfalls ein Fuch-Hybrid war. Allerdings größer, stärker und schneller als sie. Und er war weitasu geschickter damit umzugehen, es schien ihm so unendlich leicht zu fallen, die Gestalt zu wechseln.
Auf die folgende Frage des Zwergs konnte sie nur schwerlich antworten. Ein einfaches Nicken reichte in ihren Augen nicht aus, sodass sie beschloss ihre humanoide Form anzunehmen - selbst in dieser dürfte sie nur unbedeutend größer sein als der Zwerg, immerhin war sie noch nicht ausgewachsen und allgemein ziemlich klein geraten. So konzentrierte sie sich auf das Bild ihres menschlichen Körpers, wie sie es sich angewöhnt hatte und blendete alles weitere aus. An sich spürte sie die Änderung der Gestalt nicht, sie merkte lediglich, wie sich Erschöpfung über sie legte und das Gefühl des Untergrundes sich veränderte. War es durch das Fell gedämpft gewesen, war es nun geradezu stechend deutlich. An ihren Sinnen änderte sich nichts. Jedoch spürte sie nun nicht mehr die Pfote an ihrem Ohr, sondern die Hand, was sich darin äußerte, dass sie das Fell als solches erkennen konnte.
Fynn blinzelte, da sie unbemerkt von sich selbst die Augen geschlossen hatte. Entschuldigend sah sie den Zwerg an, legte den Kopf leicht schief und hatte dabei den gleichen Blick in den Augen wie es der Fuchs gehabt hatte, genau genommen änderte sich nicht einmal etwas an ihren Augen. "Das kommt auf meine Gestalt an", antwortete sie nun auf die vorangegangene Frage und begann scheinbar geistesabwesend mit ihrer zuckenden Schwanzspitze zu spielen. Der Spieltrieb war genauso ausgepärgt wie als Tier, nur wurde er jetzt nicht ganz so sehr von Überlebensinstinkten verdeckt.
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Do Apr 16, 2015 8:57 am


Die Anwesenheit des Tieres nahm ihm für den Moment all die Sorgen, die er bisher hatte, all die Sehnsucht und die Einsamkeit. Obwohl es eben nur ein Tier war. Er schmunzelte ein wenig, was in ein kleines Lachen über ging. Dann schaute er wieder das Wesen an, welches nicht zu antworten schien. Stattdessen hatte es die Augen geschlossen ... Hatte er etwas falsches gesagt? Für einen Moment durchzuckten ihn wieder all die negativen Dinge, die ihn über seine Reise begleitet haben, wie ein Stich im Herzen ließ es ihn unmerklich zusammenfahren. Bis er bemerkte, was vor sich ging ...
Er beobachtete, wie aus dem kleinen Fellknäuel etwas anderes wurde. Das Fell verschwand, als würde es einfach in die Haut hinein fahren, während der Körper des Tieres wuchs und wuchs und langsam eine andere Form annahm. Ungläubig starrte der Zwerg die junge Dame an, die langsam aus dem Tierkörper empor wuchs. Mit offenem Mund und der Kinnlade in den Nieren, so fühlte es sich wenigstens für Alrik an, starrte er das Mädchen an, welches trotz ihrer Umwandlung in einen Menschen noch immer einen Schweif hatte, der identisch mit dem des Tieres war, nur größer. Er rieb sich erneut die Augen, doch als er dies beendete saß nach wie vor das Mädchen vor ihm. Plötzlich fiel es ihm siedend heiß ein!
"Warte! Eine Sekunde! Ich komme gleich drauf ... Du bist, du bist, du bist ... Ein Hybrid! Eine Gestaltwandlerin, richtig?", erriet er, während er angestrengt mit dem Finger geschnippt hatte. Mit wachsender Begeisterung betrachtete er das Mädchen und lachte erneut, dieses Mal noch lauter und noch herzhafter als vorher. "Dass ich so etwas in meinem Leben noch erleben darf, das hätte ich nicht gedacht.", lachte er weiter. Es war pure Begeisterung, die sein Lachen verursachte, er wurde bisher nie Zeuge eines solchen Wunders der Natur. Er fasziniert und zutiefst beeindruckt. Er hatte von solchen Wesen nur in Geschichten gehört und selbst diese lagen schon weit in seiner Vergangenheit. "Ich bin beeindruckt, wirklich beeindruckt!", plapperte er weiter, bis ihm etwas auffiel ... Zuerst zog er nur eine Augenbraue in die Höhe, dann wurde er ein wenig rot. Anschließend drehte er sich von ihr weg, kramte wieder in seinem großen Rucksack und zog ein paar Kleidungsstücke hervor. Sie waren schon etwas älter, ausgebleicht und abgetragen, aber einigermaßen sauber. "Ich würde erst einmal vorschlagen, dass du dir etwas anziehst. Das müsste dir passen, wenn ich das richtig sehe.", murmelte er etwas kleinlaut und streckte ihr die Hand mit der Kleidung entgegen, ohne sich umzudrehen. Sie war zwar noch ein Mädchen, rein theoretisch könnte dies seine Tochter sein, vom Altersunterschied her gesehen, dennoch wusste er genauso gut, dass es sehr unangenehm sein konnte.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Do Apr 16, 2015 9:21 am

Der Zwerg schien zumindest eine vorhandene Kombinationsgabe zu haben, nach einigem Überlegen stellte er schließlich fest, dass sie ein Hybrid, also eine Gestaltwandlerin war. Seinem Gesicht nach zu urteilen hatte er aber solch eine Verwandlung oder Gestaltänderung noch nicht gesehen oder es war eine Weile her oder er reagierte immer so, es war ihr eigentlich auch ziemich egal, welcher Fall zutraf, denn er beantwortete das mit seiner nächsten Aussage selber, fuhr allerdings sofort fort, dass er beeindruckt sei, wirklich beeindruckt, wie er es ausdrückte.
Dann wurde er plötzlich leicht rot und drehte sich weg, kurz darauf hielt er ihr Kleidung entgegen. Kurz war Fynn verwirrt, bis sie an sich heruntersah und unwillkürlich lächeln musste. Es war lange her dass sie ihre Gestalt verändert hatte, da hatte sie diese kleinen Nebeneffekt beinahe vergessen. Nicht dass es ihr besonders peinlich wäre, wenn sie eines in ihrem Leben abgelegt hatte, dann war das ihr Schamgefühl. Man konnte sie praktisch nicht dazu bringen rot zu werden und auch der Gedanke die Situation könnte ihr unangenehm sein war weit hergeholt. Es war ihr schlichtweg egal. Tiere machten sich doch auch keine Gedanken darum, natürlich sie hatten Fell, aber sie waren trotzdem theoretisch nackt. Mal ganz davon abgesehen, dass sowieso jeder unbekleidet geboren wurde. Zudem war das für sie der Beweis, dass alle vorhandenen halb- oder ganz humanoiden Wesen irgendwo gleich waren: Ohne besondere Merkmale und ohne Kleidung konnte man nicht unterscheiden wer Mensch und wer Hybrid war. Trotzdem tat sie dem Zwerg den Gefallen, nahm die Kleidung entgegen und zog sich eher weniger als mehr ordentlich an. Kleidung war ungewohnt und schwer. Und nicht einmal halb so praktisch wie ihr Fell. War es kalt wärmte das Fell sie, war es warm hielt es Wärme ab. Kleidung war da anders.

Immer noch lächelnd tippte sie den Zwerg zweimal an. "Entschuldige, ich vergesse das manchmal, ich hoffe es hat dich nicht allzu sehr erschreckt?" Letzteres bezog sich auf die allgemeine Situation, wobei ihre hohe, fast klingelnde Stimme nicht mal im Ansatz so klang als machte ihr das ganze etwas aus. "Ich bin übrigens Fynn, eine Fuchs-Hybridin, darf ich auch deinen Namen erfahren?"
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Do Apr 16, 2015 9:39 am


Als Alrik bemerkte, dass sie die Kleidung entgegen nahm atmete er etwas auf. Nun, es war nicht so, dass er noch nie eine nackte Frau gesehen hat, dennoch war es ein merkwürdiges Gefühl. Er verharrte in seiner Position, von der Hybridin abgewandt, bis diese ihn zwei mal antippte. Er drehte sich um und musterte sie noch einmal, wobei er, wieder einmal, eine Augenbraue nach oben zog. Er ging einen Schritt an sie heran und zupfte die Kleidung zurecht, bis er zufrieden war. Dann bemerkte er, was er gerade getan hatte. Das letzte Mädchen, dass in ihrem Alter gewesen sein musste, welches er gesehen hatte, war seine Nichte gewesen. Auch bei ihr hatte er die Kleidung gerichtet, als sie sich mehr schlecht als recht angezogen hatte. Peinlich berührt legte er seine Hand in den Nacken und grinste schief. "'tschuldige, Macht der Gewohnheit. Und erschreckt hat's mich schon, aber das war nicht schlimm.", antwortete er. Die Unschuld in ihrer Stimme irritierte den Zwerg etwas, doch er beschloss sich auch darüber nicht allzu viele Gedanken zu machen. Unter Umständen würde er noch einiges im Gespräch herausfinden und falls nicht, würde er einfach fragen. Genauso wie es das kleine Mädchen nun tat, nachdem sie sich vorgestellt hat. "Mein Name ist Alrik, vom Clan der Steinschleifer", stellte er sich mit ganzem Namen vor, "es ist mir eine Freude deine Bekanntschaft zu machen. Darf ich, als besorgter alter Mann, fragen, was ein kleines Mädchen allein in diesem Wald macht? Hier ist es sicher gefährlich und dir könnte etwas passieren.", hing er noch hinterher. Aus ihm unerfindlichen Gründen weckte das Mädchen bei ihm gewisse Instinkte, die wohl einem Vater zuzuschreiben wären, doch hatte er nie das Privileg gehabt selbst Familie zu gründen, auch wenn er schon oft darüber nachgedacht hat. Und doch ... Auch wenn er das Mädchen nicht wirklich kannte, außer ihren Namen und dass sie ein Hybrid ist, empfand er so etwas wie Sorge. Es wunderte ihn ein wenig. Er war zwar von Grund auf nicht wirklich misstrauisch, doch sehr zutraulich, das ist er für gewöhnlich auch nicht. Noch immer in leichter Irritation beschloss er für sich vorerst die Gesellschaft des Mädchens weiterhin zu genießen.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   So Apr 19, 2015 7:25 am

Fynn ließ zu, dass der Zwerg, der sich auch gleich darauf entschuldigte, ihre Kleidung zurechtrückte. Es war lange her, dass sich jemand um sie gekümmert hatte. Es war irgendwie angenehm. "Das macht nichts", meinte die Hybridin leise, nachdem er sich entschuldigt hatte und meinte, es sei Macht der Gewohnheit gewesen. Ihre Stimme hatte einen leicht traurigen Unterton angenommen. Sie wollte nicht, dass er sich entschuldigte. Sie wollte nicht, dass es ihm etwas ausmachte sich um sie gekümmert zu haben. Sie wollte ihm gern sagen, dass das alles gut war. Doch das konnte sie nicht, nicht nur, dass es unpassend gewesen wäre, immerhin kannten sie sich gerade seit ein paar Minuten, es hätte sich auch aufdringlich angefühlt und auch das wollte sie nicht.
Nachdem er sich dann ebenfalls vorgestellt hatte fragte Alrik, was ein 'kleines Mädchen' allein in diesem Wald machte, er fügte noch hinzu, dass es hier gefährlich sei. Einen Moment überlegte die Kleine und legte dabei den Kopf leicht schräg, die Ohren zuckten aufmerksam hin und her, als warte sie, dass gleich eine dieser Gefahren aus dem Gebüsch sprang. Schließlich antwortete sie zögerlich - unsicher, ob sie dem Zwerg ihre Geschichte anvertrauen wollte. Aber irgendwie, wirkte er, als könne sie sich sicher fühlen. "Ich bin schon länger hier, eigentlich war ich nur auf der Reise, um Tuan zu suchen .. aber ich habe mich hier verirrt und weiß auch nicht mehr wo ich weiter suchen soll ..." Ihre Stimme wurde zunehmend leiser und trauriger, um davon abzulenken drehte sie die Frage rasch um. "Und du Alrik? Was führt dich hierher? Ich habe noch nie jemand anderen als Menschen und Hybriden hier hindurchkommen sehen."
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   So Apr 19, 2015 8:23 am


Alrik dachte einen Moment über die Frage nach. Zum Einen dachte er nun noch einmal gründlicher darüber nach, ob er ihr wirklich antworten sollte. Konnte er ihr trauen? Sie wirkte wie ein kleines, beinahe hilfloses Mädchen auf ihn, doch wer wusste schon, ob sie das tatsächlich war. Vielleicht war dies auch nur eine Tarnung ihrerseits, wenn sie sich in ein Tier verwandeln konnte, warum dann nicht auch in ein kleines Mädchen? Ob es ihre wahre Gestalt war? Ob sie nur diese beiden Gestalten hatte, als Tier und als Mensch? Oder ob es noch eine dritte gab, die sie ihm nicht offenbarte? Alrik riss sich zusammen. Diese Gedanken von Misstrauen behagten ihm nicht und würden nur die schöne Atmosphäre ruinieren. Er schüttelte unmerklich den Kopf.
"Ich bin ein Reisender. Ich komme von weit her, aus einem Gebirge weit östlich von hier. Ich zog von dort aus um die Insel zu erkunden. Und jetzt war ich eigentlich auf dem Weg nach Malverion, um dort einen alten Bekannten wieder zu treffen. Wir sind hier gerade im großen Wald und dieser Pfad führt zur Straße nach Malverion. Wenn du was mit dem Namen anfangen kannst ..." Alrik fiel nämlich in seinem letzten Satz ein, dass das Mädchen, wenn es denn wirklich noch ein Mädchen war, unter Umständen nichts mit den Städte-Namen anfangen könnte. Allerdings interessierten ihn auch die Beweggründe des Mädchens hier sein zu wollen. "Und du suchst also nach jemandem ... Bei einer so großen Insel kann das sehr sehr schwer werden, weißt du? Wie lange ist er denn schon fort, wenn ich das so fragen darf?", setzte er vorsichtig an, in der Hoffnung kein Thema angesprochen zu haben, welches zu empfindlich ist.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   So Apr 19, 2015 8:33 am

Fynn bemerkte, wie Alrik zögerte, ehe er ihr antwortete. Sie konnte es verstehen. Sie war eine Gestaltwandlerin, wieso sollte sie nicht auch eine brilliante Lügnerin sein? Überhaupt musste es befremdlich wirken ein kleines Mädchen mitten im Wald zu finden, ohne jegliche Begleitung und dann auch noch in Gestalt eines Tieres. Besonders da er - seiner eigenen Aussage nach - nicht aus der Gegend war. Trotzdem wollte sie aus irgendeinem Grund, dass er ihr vertraute. Sie wusste selbst nicht weshalb. Aber sie wollte es. Sie wollte wissen was genau er gerade dachte, sie wollte, dass er sah, dass sie die Wahrheit sagte und zeigte. Auch wenn sie dafür auf ihn zugehen musste und auch, wenn sie vielleicht über ihren Bruder sprechen musste, obwohl es ihr nicht gefiel. Nicht, dass sie sauer auf Tuan war oder etwas ähnliches, sie vermisste ihn einfach nur schrecklich und sie wusste nicht, was sie über ihn denken sollte. Er war so plötzlich verschwunden, ohne viele Worte des Abschieds, er hatte nicht gesagt wohin er ging und warum er dies tat. Alles hatte er im Dunkeln gelassen und hatte seine kleine Schwester damit in Einsamkeit zurückgelassen, denn ihre Eltern hatten sich verändert nachdem er weg war. Auch sie waren von Trauer ergriffen worden. Sie hatten sich wohl auch gefürchtet. Tuan hatte die Familie immer beschützt.
Der gold-rote Blick der Hybridin wurde zunehmend dunkler und trauriger, Tränen sammelten sich in ihren Augen, die sie eilig mit dem Handrücken fortwischte. "I-Ich weiß, dass ich ihn nicht so einfach finden werde, aber ich will nicht aufgeben. Er ist nun schon seit ..." Sie nahm beide Hände zur Hilfe um die vergangene Zeit abzuzählen, wobei ihr die Zeit hier im Wald einen Strich durch die Rechnung machte, denn als Tier war sie darauf fixiert zu überleben, die vergangene Zeit war dabei nebensächlich. "Es sind sicherlich mehr als 8 Monate die ich ihn nun suche", meinte sie schließlich zögerlich, "aber so sicher weiß ich das nicht ..."
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   So Apr 19, 2015 9:10 am


Alrik bemerkte die Tränen in ihren Augen und verzog die Miene. Er ärgerte sich über sich selbst, er hätte doch nicht fragen dürfen. Innerlich verpasste er sich einen Schlag auf den Hinterkopf um sich für diese Dummheit zu bestrafen. Doch auch das war einer der eher negativen Seiten von Zwergen: Einfühlsamkeit war bei ihnen nicht sonderlich groß geschrieben, auch wenn man es lernen konnte. Doch er hatte es auf die harte Methode gelernt, im Gespräch mit Menschen ist er oft genug in Fettnäpfchen getreten, auch mit anderen Rassen immer und immer wieder, bis er gewisse Normen auswendig gelernt hatte. Und irgendwann war auch das in Fleisch und Blut über gegangen. Nur hier, bei diesem Mädchen, da hatte ihn seine Auswendiglernerei wieder im Stich gelassen. Doch nun hatte er schon diesen stümperhaften Schritt getan, jetzt würde er den ganzen Weg auch zu Ende gehen, wenn es sein musste.
Die Zahl, die das Mädchen ihm nannte ließ ihn etwas stutzen. "Acht Monate ...", murmelte er, er hatte kein gutes Gefühl. In acht Monaten konnte man, wenn man schnell unterwegs ist, die Hälfte der Insel überquert haben. Und dass sich ein Tier, welches sich in einen Menschen verwandeln konnte, in einem solchen Radius bewegte machte die Sache nicht sonderlich einfacher. "Ich möchte ehrlich zu dir sein", begann Alrik, er hatte das Gefühl es dem Mädchen schuldig zu sein, "dein Bruder wird vermutlich schon über alle Berge sein. In acht Monaten kann man weit kommen. Sehr weit." Er seufzte. "Aber das muss ja nichts heißen. Und alleine lassen kann ich dich auch nicht." Er setzte sich wieder auf uns klopfte ein paar Mal auf sein Hinterteil. "Das heißt, ich werde dich begleiten.", bestimmte er kurzerhand und verschränkte die kurzen Arme vor der Brust.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Mo Apr 20, 2015 6:29 am

Die Trauer verschwand so schnell aus Fynns Blick wie sie aufgetaucht war und verwandelte sich in Trotz. Sie biss sich auf die Unterlippe, wobei nicht sicher war, ob sie beleidigt war oder einfach nur schmollte. Sie war sich durchaus bewusst, dass acht Monate eine lange Zeit waren, besonders da Tuan schon immer deutlich schneller war als sie, zudem hatte er gewusst wohin er wollte, während sie nur blind losgelaufen war. Dennoch war sie nicht gewillt allzu bald aufzugeben, sodass sie nun die Arme verschränkte und Alrik entschlossen ansah. "Ich werde ihn finden, das weiß ich einfach, ich muss ihn find-" Sie stockte, registrierte erst jetzt was der Zwerg soeben gesagt hatte.
Sie begleiten? Warum sollte er das tun? Hatte er nicht ein eigenes Reiseziel? Überhapt kannte er sie überhaupt nicht, warum sollte er sich dazu entschließen? Misstrauen schlich sich in ihren Blick und sie richtete den Blick gen Boden. Sie hatte beschlossen ihm zu vertrauen und sie wollte dass er ihr vertraute, das bedeutete aber auch, dass sie Hilfe und Begleitung annehmen musste, so sehr es ihrer Natur auch widersprach.
Schließlich nickte Fynn leicht. "D-Danke ..." An sich war sie seiner Gesellschaft nicht abgeneigt, sie war es nur gewohnt allein zu sein, Füchse waren keine Rudeltiere. Sie hatten ihre Familie, aber auch das nicht immer. Sie waren selbstständig. Zögerlich entspannte sie ihre Haltung und sah Alrik dann fragend an. "Aber hast du nicht ein eigenes Ziel? Wolltest du nicht einen alten Bekannten treffen? Ich meine .. ich weiß nicht wo Tuan hingegangen ist und ich habe seine Fährte verloren." Es gefiel ihr nicht das zuzugeben, aber wenn dann musste sie reinen Tisch machen und alle Karten offen legen, ohne Rücksicht auf ihren Stolz.
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Mo Apr 20, 2015 6:52 am


Alrik lachte etwas, als das Mädchen zunächst störrisch und scheinbar verletzt sich zu verteidigen versuchte und erst später bemerkte, was er eigentlich gesagt hatte. Dabei erinnerte er sich, dass ihm das selbst oft genug passiert ist. Jedoch verschwand sein Lachen und wich einer ernsten Miene, als Fynn reinen Tisch machte. Er nickte nachdenklich und ließ ein wenig Zeit verstreichen, bevor er antwortete.
»Meine Ziele sind von keiner großartigen Wichtigkeit. Mein Freund kann warten, er weiß ja nicht, dass ich eigentlich vor hatte zu ihm zu kommen. Vielleicht ist es auch besser, wenn ich ihm keinen Überraschungs-Besuch abstatte, sicher würde das seine über alles Geliebte Ordnung durcheinander bringen. Komischer alter Kauz ...« raunte er. Dann schüttelte er schief grinsend den Kopf. »Zurück zum Thema. Dieser .. Tuan, so hast du ihn genannt, richtig? Er könnte überall sein, das habe ich bereits gesagt. Und wenn wir ihn finden wollen, dann können wir nicht einfach wild in der Gegend herum rennen und darauf hoffen, dass wir ihn zufällig treffen. Wir müssen mit Verstand an die Sache heran gehen« dabei tippte er sich an die Schläfe »und dabei systematisch versuchen irgendwelche Orte auszuschließen. Ich meine, du kennt ihn. Ich hingegen nicht. Aber jedes kleine Detail könnte dir helfen ihn zu finden.« erzählte er, wurde dabei allerdings immer leiser. Er selbst dachte daran, wie schwer es schon war jemanden in einem Gebirge zu finden. Aber auf einer ganzen Insel? Das könnte Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. Er schloss die Augen und atmete tief durch. »Ich will einmal mehr ehrlich zu dir sein. Ich für meinen Teil habe nichts zu verlieren. Und genauso wenig weiß ich, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Ich bin viel über die Insel gereist und kenne mich hier und da aus, aber es erfüllt mich nicht. Ich erhoffe mir auch eine Reise für mich.« sagte er ehrlich und senkte etwas den Kopf.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Mo Apr 20, 2015 7:21 am

Fynn hörte Alrik schweigend zu, ihre feinen Ohren bemerkten, wie er tief durchatmete und unweigerlich fragte sie sich, wie viel er schon gesehen hatte, welche Orte und Wesen er kannte, wonach er sich sehnte, auch wenn er es selbst vielleicht gar nicht wusste. Sie selbst wusste ja nicht einmal wirklich, wonach sie sich tatsächlich sehnte. Zwar wollte sie ihren Bruder finden, aber das war lediglich ihr momentanes Ziel, sie wusste nicht, wie sie in einigen Jahren darüber denken würde und sie wollte es auch nicht wissen, denn sie fürchtete, dass sie aufgeben könnte. Dass sie einsehen könnte, wie hoffnungslos diese Suche doch eigentlich war. Als Alrik fertig gesprochen hatte und den Kopf etwas senkte schwieg die junge Hybridin immer noch, nach einigen Sekunden trat sie auf ihn zu und umarmt ihn. Sie konnte ihn nicht einschätzen, aber sie wollte dass er wusste, dass sie da war. Dass er nicht allein hier war. Auch wenn er nicht wusste, wohin er wollte.
"Tuan ist mein älterer Bruder", erzählte sie schließlich leise, denn Alrik hatte Recht. Er wusste nichts über Tuan und so würde er ihr auch nicht helfen können - nicht dass sie davon ausging, dass er ihr würde helfen können. "Er ist .. wie ich, zumindest äußerlich. Aber er ist mutig, gutherzig und liebevoll. Er hat mich und unsere Eltern immer beschützt, aber dann ist er plötzlich gegangen. Er hat uns nicht gesagt wohin er geht oder ob er wiederkommt, also bin ich ihm gefolgt. Bis hier her konnte ich seiner Fährte folgen, dann muss er seine Gestalt verändert haben. Als Tier riecht er anders und sein Geruch vermischt sich mit dem der anderen Tiere, nicht einmal die feinsten Nasen könnten das noch unterscheiden." Die Blonde überlegte einen Moment. Was konnte sie noch über ihren Bruder erzählen? Sie hatte nicht vor Alrik alles zu verraten, denn ihr Bruder war keineswegs imemr so gutherzig und liebevoll gewesen, wie sie ihn nun beschrieb, allerdings stufte sie das als nebensächlich ein. "Ich vermute, er wird sich in der Nähe großer Städte aufhalten", den Grund verschwieg sie geflissendlich, "auch an höher gelegenen Orten wird er sich kaum Blicken lassen, eher bleibt er dort, wo Wald ist. Darum hoffte ich er wäre hier geblieben ... Leider ist dem nicht so."
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Mo Apr 20, 2015 7:55 am


Er war sehr überrascht von der Umarmung und ließ ein kurzes, aufgeregtes Schnaufen von sich, bis er sie erwiderte. Seine kleinen Arme, mit den dennoch sehr großen Händen, legten sich um den zierlichen Körper. Seine Pranken, jedenfalls sahen sie im Gegensatz zu Fynns genau so aus, überdeckten fast ihren ganzen Rücken. Er lachte leise, er hatte schon lange keine körperliche Nähe mit irgendjemandem ausgetauscht. Es war angenehm. Warm. Bis sie voneinander abließen, dann begann das Mädchen zu erzählen.

Akrik hörte ihr schweigend zu und dachte über das nach, was sie über Tuan gesagt hat. Er war also auch ein Hybrid, das hatte er bereits vermutet. Und er war ohne einen Kommentar gegangen. Das bedeutete, und das war offensichtlich, dass er Geheimnisse hatte. Was nicht offensichtlich ist, welcher Gesinnung diese Geheimnisse angehören. Waren es die typischen Geheimnisse, die jeder hatte? Oder waren es viel tiefer gehende? Waren es vielleicht dunkle Geheimnisse? Die nie jemand erfahren sollte? Alriks erster Gedankengang war, dass Tuan fort ging, weil er seine Familie nicht in Gefahr bringen wollte. Es wäre ein typischer, aber auch triftiger Grund. Andererseits könnte er sich auch aus anderen Gründen weg begeben haben, die für ihn allerdings erst einmal unergründlich wären. Mit Ausnahme der möglichen Tatsache, dass Tuan nicht so liebevoll und gutherzig war, wie sie dachte oder annahm, sondern dass er einfach keine Lust mehr hatte. Der Gedanke gefiel ihm ganz und gar nicht und er schüttelte ihn wieder ab. Jedoch könnten die möglichen Beweggründe durchaus Aufschluss darüber geben, wo sein Ziel lag. Alrik dachte weiter nach. Ein Fuchs Hybrid im großen Wald, mit der Vermutung seiner Schwester, dass er womöglich in der Nähe von Malverion sein könnte. Er seufzte leise und kratzte sich am Hinterkopf. »Die einzige große Stadt hier in der Nähe ist entweder Malverion oder die Akademie, die man auch schon als Stadt bezeichnen könnte. Alles andere wäre vermutlich zu weit weg, wenn du erst kürzlich seine Spur verloren hast.« dachte Alrik laut, um Fynn an seinen Gedanken teilhaben zu lassen. Vielleicht übersah er ein wichtiges Detail, welches ihr auffallen könnte. Schließlich haben junge Geschöpfe eine andere Denkweise als die Alten. »Und da wir momentan keinen anderen Anhaltspunkt haben als deine Vermutung werden wir ihr wohl nachgehen, natürlich nachdem wir dein gejagtes Mittag-Essen zu uns genommen haben. Mit leerem Magen sucht es sich schlecht. Oder hast du einen anderen Vorschlag?«

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Fr Apr 24, 2015 7:26 am

Fynn wartete geduldig, bis Alrik sie an seinen Gedanken teilhaben ließ, auch nachdem er geendet hatte und fragte, ob sie einen anderen Vorschlag habe, als den seinen, sagte sie nichts - zeigte überhaupt keine Regung. Sie bedachte noch einmal das Gesagte. Es würde Tuan ähnlich sehen, genau das zu tun, was sie am wenigsten von ihm erwartete. In diesem Falle bedeutete das, daran gemessen, dass der Wald als derzeitiger Aufenthaltsort bereits ausschied, immerhin hatte sie hier jeden Winkel abgesucht - oder absuchen lassen - dass er in der Nähe von Malverion sein musste. Sie kannte ihren Bruder als wissbegierigen, intelligenten jungen Mann, somit wäre es das naheliegenste dass er sich die Akademie aussuchte. Dagegen sprachen allerdings neben Fynns Instinkt, auch ihre Kentnisse über ihn, die Tatsache, dass er in diesen Regionen mehr Feinde als Freunde hatte und dass er nicht das naheliegenste tun würde. Denn wenn sich die Geschwister eines teilten, dann war es ihre Fähigkeit um Ecken zu denken und alle möglichen Wege zu betrachten, wobei sie die wahrscheinlichste Denkweise der Anderen einbezogen. Zwar musste man dann davon ausgehen, dass Tuan mit Fynns Vermutung rechnete, aber er wusste auch, dass sie eine geografische Bilung hatte, die in etwa der eines Baums glich - was er nicht wusste war ihre Bekanntschaft mit Alrik, aber die hatte ja nicht einmal sie selbst erahnen können.

Schließlich wandte sie sich doch dem Zwerg zu und schüttelte leicht mit dem Kopf. "Nein, ich habe keinen anderen Vorschlag", meinte sie, auch wenn sie ohnehin nicht ganz im Hier und Jetzt anwesend zu sein schien. Ihr Blick war trüber als zuvor, abwesend, als suchte sie nach etwas, das sie einfach nichts zu Fassen bekam. "Aber es ist keine Vermutung, ich bin mir ganz sicher dass Tuan in Malverion", sie brach sich beinahe die Zunge was man auch merkte, "sein muss. Er würde nie tun was man von ihm erwartet, also wird er dort sein .. er muss einfach." Vielleicht war es verzweifelte Hoffnung in ihrer Stimme. Verzweifelte Hoffnung, nicht dass sie ihren Bruder fand, sondern dass sie ihn lebend fand. Sie fürchtete um ihn. Auch wenn er versprochen hatte seine dunklen Zeiten hinter sich zu lassen, so konnte sie doch nicht sicher sein, dass er auf den Weg des Lichts zurückgefunden hatte. Und vor allem konnte sie nicht wissen, was er in der Zwischenzeit angestellt hatte - ob er sich dabei selbst noch mehr Feinde machte war im Grunde egal, aber er würde auch seine ganze Familie in Gefahr bringen und damit auch die blonde Fuchs Hybridin.
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Fr Apr 24, 2015 7:40 am


Alrik sah dem Mädchen besorgt zu, als sie nachzudenken schien. Er sah, wie sich ihr Blick veränderte und er wusste nicht ganz ob ihm gefiel, was er sah. Er runzelte jedoch nur die Stirn und ließ es erst einmal so, wie es war. Er wartete ab, bis auch sie wieder geendet hatte und seufzte. Daraufhin nickte er dann und ging etwas abseits des kleinen Pfades, auf dem sich die beiden getroffen hatten. »Wir suchen uns jetzt erst einmal ein ruhiges Plätzchen zum Essen, danach schauen wir weiter. Und so wie es aussieht wird auch bald die Nacht hereinbrechen, also sollten wir uns ein Nachtlager bereiten.« fing der Zwerg an zu reden und schaute sich in der Gegend um. Er wollte nicht unbedingt mitten im Wald ein Feuer machen, das barg die Gefahr, dass auch die umliegenden Bäume Feuer fingen, vor allem zu dieser recht warmen Jahreszeit. Geregnet hatte es die letzten Tage auch nicht, das würde einen Waldbrand nur begünstigen. Den Hasen hielt er dabei die ganze Zeit an den Ohren und hatte ihn sich über die Schulter geworfen, damit er nicht auf dem Boden schleifte und dreckig wurde. Aus dem Fell konnte man nachher vielleicht noch etwas machen..

Nach einem kleinen Fußmarsch entdeckte Alrik eine kleine Lichtung. Sie war nicht groß, aber stellte einen kleinen Platz dar, der nicht so intensiv von Bäumen, Pflanzen und Büschen bewachsen war und auf dem sie sich ausruhen könnten. Er sah sich noch einmal um, als ob er er sicher gehen wollte, dass niemand sonst außer ihm und dem Mädchen da war, dann setzte er sich hin. »Ich denke hier ist ein guter Ort zum nächtigen, findest du nicht?« fragte er sie, stellte seinen Rucksack ab und fing an sich etwas zu entspannen.

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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Fr Apr 24, 2015 8:09 am

Fynn folgte Alrik mit federndem Schritt, zwar kannte sie diesen Teil des Waldes besser als ihre nicht vorhandene Westentasche, aber die meisten Orte hier waren mehr für Tiere denn für irgendetwas anderes geeignet, immerhin war ihr Unterschlupf so klein gewesen, dass sie selbst in animalischer Form kaum hineinpasste, geschweige denn sich umdrehen konnte. Somit war die Lichtung eine deutlich bessere Wahl, wenn auch nicht die Beste, denn der Geruch nach einem Wolf lag in der Luft. Roch Alrik das etwa nicht? Andererseits, wie auch? Seine Sinne waren vermutlich bei weitem nicht so scharf und trainiert wie die des Mädchens. Sie legte flach die Ohren an den Kopf, sodass sie beinahe zwischen ihren Haaren verschwanden.

"Hier ist ein Wolf Alrik", meinte sie schließlich und deutete zielsicher ans andere Ende der Lichtung, "vielleicht 50 Meter entfernt, aber er ist noch nicht fort, der Geruch ist zu kräftig. Vermutlich riecht er den Hasen und wir befinden uns noch dazu anscheinend in seinem Revier." Das 'anscheinend' war gelogen. Sie wusste ganz genau, dass sie im Revier des Wolfes waren, das hatte sie gleich zu Beginn gelernt - und niemand legte sich gern mit einem Wolf an, wenn man so klein war wie sie und der Wolf so stark und brutal wie dieses Exemplar. Automatisch strich sie über einen kleinen V-Förmigen Riss in ihrem linken Ohr, dieser Bastard hatte sie zwar nur gestreift, aber das Andenken würde sie auf ewig tragen, genau wie die feinen, blassen Narben an allen nur erdenklichen Stellen ihres Körpers - und die nicht ganz so feinen, blassen und auch noch nicht ganz so verheilten, die ihr bei jeder Bewegung schmerzten.
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BeitragThema: Re: Nebenplay - Sinist&Fynn   Fr Apr 24, 2015 8:32 am


Alrik sah das Mädchen verdutzt an, dann nickte er ihr ernst zu. Sie hatte hinter ihn gedeutet und er würde seine Ohren offen halten, wenn der Wolf kam. »Ein Hoch auf deine Sinne...« murmelte er und griff nach seiner kleinen Streitaxt, die an seiner Hüfte baumelte. Er war kein geborener Kämpfer, dafür war er im falschen Clan aufgewachsen, doch sein Onkel hatte ihn im Kampf unterrichten können und so verstand er sich mit der Axt. Er hatte einen guten Vorteil gegenüber anderen seines Volkes: Auch wenn er weder schnell, noch besonders gut im Kampf war, er hatte Kraft. So viel Kraft, dass er selbst mit einer stumpfen Axt den Schädel eines Tieres spalten könnte... Er spannte sich etwas an und seine Muskeln strafften die Haut. Ein paar Adern traten hervor. »Und du bleibst schön in Sicherheit...« sagte er noch zu ihr, mit ernstem Blick. Sollte der Wolf doch kommen, er war vorbereitet.
Er umklammerte den Griff seiner Axt so fest, dass die Knöchel weiß hervor traten. Er merkte, wie sein Blut langsam anfing in seinem Gehör zu pochen, Adrenalin floss durch seine Adern, er wurde ungeduldig. »Halt mich auf dem Laufenden...« sagte Alrik leise zu dem Mädchen. Er wollte einen kleinen Überraschungsmoment für sich haben, falls dies überhaupt möglich war.

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